Schlagwort-Archiv: Gryphius

Gryphius: Tränen des Vaterlandes – Analyse

ch gehe davon aus, dass “Tränen des Vaterlandes” eine Überarbeitung des Gedichtes “trauerklage des verwüsteten Deutschland” aus dem gleichen Jahr 1637 ist; ich setze Gryphius’ Neufassung (fett kursiv) interlinear unter die alte, damit man die beiden Gedichte parallel lesen kann. Der eine Text steht hier, der andere dort. „trauerklage des verwüsteten deutschland“ Tränen des Vaterlandes [...]

Gryphius: Einsamkeit – Analyse (Skizze)

Sprecher ist ein lyrisches Ich; es beschreibt seine Betrachtungen (V. 1 ff.) und deren Ergebnis (V. 9 ff.), die es in der Einsamkeit (V. 1 f., V. 5) anstellt; Form: Sonett, Bedeutung für den Aufbau: s.o. (Betrachtungen/Ergebnis) und unten; sechshebiger Jambus mit Zäsur in der Mitte (Alexandriner); einzige Taktstörung ist „hier“ (V. 5 – Gegenort [...]

Gryphius: Es ist alles eitel (eittel) – zur Semantik der Reime

In den Quartetten liegt die Form des umschließenden Reims vor; so wird durch das erste Reimwort eine kleine Ruhepause erzeugt, durch das zweite die Strophe in sich geschlossen. Insgesamt verbinden die Reime Vorstellungen der Zerstörung, des künftigen Untergangs. Das möchte ich an zwei Beispielen zeigen: Das Blühende soll „bald zutretten werden” / uns Glücklichen drohen [...]

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