Schlagwort-Archiv: Kehlmann

Kehlmann: Die Vermessung der Welt – Selbstbezüglichkeit des Romans

Unter dieser Überschrift möchte ich einige Beobachtungen zusammenfassen. Mehrfach äußern sich Figuren des Romans über das Romanschreiben bzw. sogar über diesen Roman Kehlmanns. Der erste ist Gauß, der auf der Fahrt nach Berlin Eugen erklärt, was für ihn die Zufälligkeit der Existenz bedeutet: Man ist im Vorteil gegenüber der Vergangenheit, wird jedoch zum Clown der [...]

Kehlmann: Die Vermessung der Welt – das Thema

Für Gauß spielt die Vermessung der Erde eine Rolle, weil er davon lebt (S. 88 f. und 181 ff.); Humboldt dagegen lebt für die Vermessung der Welt. Diesen Unterschied versteht man, wenn man sieht, wie beide ans Vermessen kommen. Die beiden Brüder von Humboldt sind in ihrer Jugend auf eine Geschichte über Aguirre den Wahnsinnigen [...]

Kehlmann: Die Vermessung der Welt – Aufbau

Hier werden die Kapitel des Romans „Die Vermessung der Welt“ der Einfachheit halber nummeriert, was im Roman nicht der Fall ist. Wenn ich im Folgenden kurz die Struktur des Romans skizziere, berücksichtige ich die Erzählfäden und grob die Zeitstruktur – der Erzähler selber achtet kaum auf eine genaue Datierung der Ereignisse. Der Erzähler beginnt im [...]

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