Primo Levi: Ist das ein Mensch? – Analysen

Erste Übersicht
In der 1. Auflage des Kindler Literatur Lexikons findet sich ein Artikel über „Die Atempause“, also das Buch, in dem Primo Levi die Heimfahrt aus dem KZ nach Italien beschreibt; aber sein Bericht über das Leben im KZ Auschwitz ist dort nicht gewürdigt: Se questo è un uomo („Ist das ein Mensch?“, 1947 geschrieben, 1958 in Italien veröffentlicht; die als Fischer-Taschenbuch im November 1961 erschienene deutsche Übersetzung habe ich am 15. Januar 1962 gekauft). Dennoch ist der Roman eines der großen Bücher des 20. Jahrhunderts. Günter Kunert hat ihn in DIE ZEIT 46/1999 besprochen; er liegt jetzt wieder als Taschenbuch vor (dtv 11561 – auf diese Ausgabe beziehe ich mich hier). In mehreren Unis zählt es zur Standardlektüre der Germanisten; vgl. das Stichwort „Erinnerte Shoah: Die Literatur der Überlebenden“ bei www.tu-dresden.de/sulifg/ndl/downloads/AnnetteTeufel… (scheint es nur noch als Buch zu geben: http://buecher.hagalil.com/sonstiges/schmitz.htm). [Einige alte Links funktionieren nicht mehr.]

Wenn man sich nicht nur durch die eindringliche Schilderung der Lebensumstände im KZ erschüttern lässt, des Hungers, der Schläge, der Rücksichtslosigkeit, sondern bei der zweiten Lektüre fragt, wie denn das Buch gemacht ist, erlebt man eine Überraschung. Durch die Kapitelüberschrift „In der Tiefe“ (S. 22) wird ein literarisches Motiv offenbar, das als Hadesfahrt, „Unterweltsbesuch“ (so bei E. Frenzel: Motive der Weltliteratur, 1976) oder descensus ad inferos bekannt ist. In den Mythen ist ein solcher Besuch nur den Heroen möglich: „Diesen Auserwählten gelingt es, das Gesetz des Todes zu durchbrechen und dann der schaudernden Mitwelt Kunde zu geben von den Gefahren des dunklen Reiches, den Drohungen seiner mächtigen Beherrscher und besonders von der Existenz der Schatten oder Seelen ehemals Lebender in jenen unwirtlichen Regionen. Das Wagnis des Abenteuers  (…) sowie die Beschreibung des Daseins fremdartiger Wesen machen die Spannung und den düsteren Glanz des Motivs aus.“ Das Motiv sei ohne jeden realen Anhalt geschaffen worden, meint Elisabeth Frenzel (s.v.). Bei der Lektüre von Levis Erinnerungen merkt man, das Frau Frenzel möglicherweise irrt. Die Häftlinge leben nur noch als Schatten, vegetieren in der Hölle, sind endgültig in der Tiefe angekommen, haben Vergangenheit und Zukunft verloren (S. 21; 22 ff.; 52; 107 und öfter). Vgl. zum Motiv auch: http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-0004-9.htm
Neben der Metapher der Hadesfahrt verwendet der Erzähler weitere Metaphern, etwa die der Taufe auf den Namen 174.517 (S. 29; vgl. Initiation, S. 29; Metamorphose, S. 21) oder des Schauspiels (S. 25, 23), um die Häftlingsexistenz deutend zu bewerten.
In einem Psalm zu Beginn des Buches stellt Levi die Titelfrage: „Ist das ein Mensch?“ Oder ist ein so Geschundener ein Bewohner der Unterwelt? Die Frage klingt an Psalm 22 an: „Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, / der Leute Spott, vom Volk verachtet.“ (Ps 22,7) Verse dieses Psalms 22 haben im Neuen Testament dazu gedient, das Leiden Jesu als ein exemplarisches und vom Vertrauen auf GOTT erfülltes zu erzählen – man vergleiche die vielen Zitate in den Passionsgeschichten; bei Primo Levi gibt es dieses Gottvertrauen nicht oder nicht mehr; in seinem Psalm steht eine Mahnung, der er selber folgt, indem er seine Erfahrungen festhält:
„Es sollen sein diese Worte in eurem Herzen.
Ihr sollt über sie sinnen, wenn ihr sitzet
In einem Hause, wenn ihr geht auf euren Wegen,
Wenn ihr euch niederlegt und wenn ihr aufsteht;
Ihr sollt sie einschärfen euern Kindern.“ (S. 9, V. 16 ff.)
Diese fünf Verse klingen merkwürdig altertümlich, und sie klingen nicht nur so, sie sind es auch; sie sind direkt aus der Bibel übernommen, aus einer Erzählung, wie Mose dem Volk Israel die Gebote Gottes verkündete und wie er dem Volk auftrug, diese Gebote zu achten und zu bewahren: „Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.“ (Dt 6,6 f.) Die bei Levi folgende Strafandrohung (S. 9, V. 21 ff.) entspricht gleichermaßen der aus dem Deuteronomium (28,15 ff.).
Was also ist geschehen? Was sagt der Autor, indem er biblische Sätze adaptiert? Das Letzte, was uns bleibt, wenn schon die Gebote ihre Kraft und Geltung verloren haben, sei die Erinnerung an das entsetzliche Leiden; es sei der Auftrag, „Zeugnis abzulegen; und für unser Leben ist es wichtig, alles zu tun, um wenigstens das Gerippe, den Rohbau, die Form der Zivilisation zu bewahren“ (S. 46). Zeugnis ablegen, das ist der Sinn dieses Buches, wie Levi auch in einem Brief an seinen Übersetzer Heinz Riedt gesagt hat (S. 7; vgl. S. 28, 63, 104 u.ö.). Levi will seine Erfahrungen in der Unterwelt bewahrt wissen und den Menschen sagen: „Sorget, daß in euerm Heim nicht geschehe, was uns hier geschieht!“ (S. 63) In dem Sinn fragt er, ob die im Lager erzählten Lebensgeschichten der Häftlinge „nicht auch Geschichten aus einer neuen Bibel“ sein könnten (S. 77).
Im zweiten Teil seines Buches fällt mir eine Erzähltechnik auf, die ich als Kontrastverschärfung bezeichne: Die schrecklichen Erlebnisse häufen sich, wie Wilde sind die Häftlinge gegeneinander – aber einer ist doch Mensch geblieben, etwa Lorenzo (S. 147). Auch diese Erzählweise ist über ihren technischen Aspekt hinaus mit der Struktur von Levis Buch verbunden: Im KZ waren wir in der Hölle, zu Tieren erniedrigt; nur ganz vereinzelt gab es noch Menschen – davon will ich erzählen.
Und was Levi alles zu erzählen hat: von der Selektion und von Schikanen, vom Krankenbau und der dünnen Suppe, von Schmuggeln und der Lieferung frischer Mädchen fürs Lagerbordell, von Volksmusik und der nächtlichen Leerung des Urineimers, und immer wieder von Brutalität und Schwäche, von den Verlorenen und den Geretteten, – und wie er selber als Chemiker es schaffte, einen wichtigen Job zu bekommen und so zu überleben.
Heidi Gidion erwähnt, dass Primo Levi in seiner Autobiographie „Das periodische System“ in dem Kapitel „Cer“ [nicht: Chrom, N.T.] berichtet, wie er „Ist das ein Mensch?“ geschrieben hat (Gidion: Bin ich das? Oder das?, Göttingen 2004, S. 41 f.). Gidions Buch bietet viele Hinweise, wie man autobiographisches Schreiben zu verstehen hat.
Slavenka Drakulic hat in ihrem Aufsatz „Grausamer noch als ein Mord“ (SZ 10. Juni 2005) erklärt, warum in Srebrenica die Mörder ihre Opfer noch demütigten, ehe sie sie erschossen: „Aber sie wollten sich durch die Erniedrigung ihrer Opfer die Absolution zum Mord geben.“ – Vielleicht lassen sich so auch manche Untaten aus dem KZ verstehen, einschließlich des dem entsprechenden Motivs „In der Tiefe“?

Der Erzähler (1. Kapitel)
Der Ich-Erzähler wird bereits im Untertitel („Ein autobiographischer Bericht“, S. 3) als Primo Levi identifiziert. Er beginnt seine Erzählung mit der Verhaftung am 13. Dezember 1943, und ordnet so seinen Bericht in die reale Geschichte ein; mit dieser Geschichte synchronisiert er sein Leben: „Ich zählte vierundzwanzig Jahre…“ (S. 11).
Damit wird klar, dass er in einem späteren „Heute“ erzählt. Dies zeigt er offen, als er aus „heutiger“ Sicht seine damalige Unwissenheit (scheinbar zustimmend) beurteilt: „Also kann ich wohl nicht umhin, als gerecht anzusehen, was danach kam.“ (S. 11) Das gleiche Urteilen äußert sich im Konjunktiv („hätte selbst die Optimisten stutzig machen müssen“, S. 12; vgl. auch die Frage im Konjunktiv, S. 13 u.) und im Urteil „es ist besser“ (S. 15). Explizit wird das Heute (als Zustand des Wissens) vom damaligen Nichtwissen abgegrenzt (S. 20 o.).
In der Erzählung Primo Levis dominiert im 1. Kapitel das epische Präteritum; Levi erzählt, was damals geschah: Er wurde verhaftet, wurde verhört, wurde in ein italienisches Lager gesperrt; am 21. Februar 1944 erfuhr man im Lager, dass Tags darauf die Juden fortkommen würden…
Aus dem epischen Präteritum kann der Erzähler auf zwei Arten aussteigen, einmal durch das historische Präsens: „Drinnen sind dieses Mal wir.“ (S. 16 o.), dann durch das personale Erzählen: „Waren wir denn…“ (Frage), und dann nach einer Unterbrechung: „Eigenartig genug, diese Bewachung.“ (S. 21); danach setzt er im historischen Präsens fort. Das damalige Geschehen wird dem Leser gegenwärtig.
Mit dem Bericht ist die Erzählung der Vorgeschichte (im Plusquamperfekt) verbunden: Wie war Levi dazu gekommen, als Partisan in die Berge zu gehen? (S. 11) Ebenso kann der Ich-Erzähler die Gegenwart des erzählten Damals verlassen und auf das vorgreifen, was er „später im Lager“ schnell gelernt hat, dass man seine Absichten mit den richtigen Mitteln verfolgen muss (S. 11 u.).
In größeren Kommentaren (im Präsens) meldet sich der Ich-Erzähler mit auktorialem  Überblick zu Wort: „Alle erfahren früher oder später in ihrem Leben, daß ein vollkommenes Glück nicht zu verwirklichen ist…“ (S. 16) „Wenige Menschen verstehen es, mit Würde in den Tod zu gehen…“ (S. 17 u.) – Daran kann sich ein Bericht im Perfekt anschließen: „Gerade die Entbehrungen… haben uns während der Fahrt… vor der Leere einer abgrundlosen Verzweiflung bewahrt.“ (S. 16; vgl. S. 17 Mitte). Hier blickt der Erzähler aus seinem Heute auf das Ergebnis dessen zurück, was damals geschehen ist – im Perfekt.
Die deutlich spürbare Präsenz des urteilenden Ich-Erzählers muss man von dem Wunsch Primo Levis aus, mit seinem Bericht Zeugnis abzulegen, verstehen; er hat die Position gefunden, vom Leiden der Häftlinge mahnend berichten zu können.
Zeitstruktur: Der 21. Februar, die Nacht des Abschieds und der 22.2. 1944 als Tag der Abfahrt werden auf vier Seiten erzählt (S. 12-16); die viertägige Fahrt auf zwei Seiten (S. 17 f.); die Ankunft in Auschwitz auf drei Seiten (S. 19-21); Verhaftung und Aufenthalt im italienischen Lager (13. Dezember – 20. Februar) auf zwei Seiten. Der Nacht des Abschieds und der Ankunft im KZ wird also vom Erzähler besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Höhepunkte der „Niederfahrt in die Tiefe“ (S. 16).

Die Erzählweise, untersucht im Vergleich mit der von R. Kralovitz
Wenn man die Eigentümlichkeit von Levis (genauer: des Ich-Erzählers) Erzählweise erfassen will, kann man das am besten, wenn man sie mit ähnlichen Erzählungen über KZ-Erlebnisse vergleicht, etwa R. Kralovitz: ZehnNullNeunzig in Buchenwald (1996, S. 31-34: Einlieferung ins Lager)
Kralovitz wurde am 11. Oktober 1943 verhaftet (Levi zwei Monate später) und als jüdischer Häftling in Buchenwald eingeliefert. Der Tatbestand (Jude sein) ist also bei beiden gleich; es könnte jedoch sein, dass in Buchenwald als einem „deutschen“ KZ die Lage nicht ganz schrecklich war wie in Auschwitz, das direkt für die Vernichtung eingerichtet war (abgesehen von der Buna-Arbeit). Beide Erzählungen werden von einem Ich-Erzähler als authentische Darstellung (der Einlieferung ins Lager) geboten. An den Unterschieden der Erzählungen müssten sich deshalb Eigentümlichkeiten der Erzählweise Primo Levis aufzeigen lassen.
Meine Beobachtungen habe ich nach drei Aspekten sortiert: Was hat der Erzähler erlebt? / Wie hat er es erlebt? / Wie stellt er das Erlebte dar? Dabei zeigt sich, dass wegen der Querverbindungen die Aspekte nur eine grobe Orientierung bieten.
1. Es zeigt sich, dass die Ereignisse in beiden KZs gleich sind: Ankunft am Tor, Aufnahme in einer Baracke, Registrierung (in Auschwitz mit Tätowierung verbunden), Duschen und Haare Schneiden, Neueinkleidung, Einweisung in einen Block. Beide Erzähler erleben auch einen Appell; am Ende sind sie „Häftling“. Die Ereignisse werden nicht in der gleichen Reihenfolge erzählt; in Auschwitz gibt es zuvor noch die Selektion (Levi, S. 19) und eine Unterweisung durch einen SS-Mann (S. 22 f.; vgl. auch die Erläuterungen des ungarischen Arztes, S. 25 ff., die den Eindruck der Sinnlosigkeit des Geschehens verstärken). Trotzdem wirken beide Erzählungen unterschiedlich; es scheint so, als habe Levi viel intensiver gelitten, seine Erzählung ergreift einen stärker. Wie kommt das?
2. Der Ich-Erzähler Levi stellt dar, wie viel Widersinniges er erlebt; dabei ist sein Erleben ich-zentriert, nicht nur eignisorientiert wie bei Kralovitz: Die Häftlinge haben Durst, es gibt auch Wasser – aber man kann es nicht trinken (S. 22); diesen paradoxen Sachverhalt bewertet er mit einer großen Metapher: „Das ist die Hölle.“ (S. 22) Ähnliches geschieht in der Dusche: Die Häftlinge stehen nackt im Raum, die Füße sogar im Wasser – aber es kommt nichts aus der Dusche heraus (S. 24 ff.).
Ein Teil der Erlebnisse ist für den Ich-Erzähler Levi auch völlig unverständlich, so etwa der Hinweis, man solle darauf achten, dass nichts gestohlen wird (S. 23), oder die Tatsache, dass die geordneten Schuhe einfach zusammengekehrt werden; dazu die personal erzählte Wertung des Erzählers aus der Situation heraus: „Er ist wahnsinnig…“ (S. 23) Fragen der Häftlinge oder des Ichs werden nicht beantwortet (S. 23, s.u.). Das Widersinnige und Unverständliche führt zur Überzeugung des Erzählers, „daß alles eine Machination im großen Stil ist, um uns zu verspotten und zu schmähen“ (S. 24 u.); er bewertet seine Erlebnisse offen.
Ein dritte Erlebensdimension ist die, dass der Erzähler sinnlose Brutalität oder Zynismus der Lagerwachen wahrnimmt: Bergmann wird das eigene Bruchband genommen, er kann ja das von Coen bekommen (S. 23); im Wind schlägt eine Tür zu, sodass der Durchzug aufhört – aber der Deutsche öffnet sie wieder „und weidet sich an dem Anblick…“ (S. 23); der Erzähler will sich einen Eiszapfen nehmen, um seinen Durst zu stillen, aber das wird ihm grundlos verboten (S. 31) – es gebe dort kein Warum.
3. Wenn wir nun stärker die Art beachten, wie diese Erlebnisse dargestellt werden, so muss man feststellen: Levi schöpft die Möglichkeiten der Ich-Perspektive aus, bereits während des Erlebens die Geschehnisse zu bewerten (personales Erzählen; Fragen stellen; direkt und offen bewerten, s.o.). Am deutlichsten bewertet er das Leiden im Vernichtungslager in einem großen Kommentar (28/18 ff.). Es fällt auch auf, dass neben der großen Metapher von der Existenz „In der Tiefe“ (also Hölle oder Hades, S. 22 ff.) eine Raubtiermetapher unausgesprochen verwendet wird: Die Frisöre stürzen sich auf die Häftlinge und packen sie (S. 24, vgl. 27), dazu schreien und schubsen sie die Wehrlosen. – Das ganze Geschehen wird im historischen Präsens erzählt (bis auf S. 29 f.) und wirkt so beim Lesen „gegenwärtig“, man steht näher dabei; durch die Wiederholung (etwa von unverständlichen Anweisungen: S. 23, 26, 27) wird das Erleben eindringlich dargestellt. Durch Kommentar und die Erklärungen der Figuren (SS-Mann; Arzt) oder den Vorgriff des Ich-Erzählers (Nummern, S. 29 f.) wird der Blick auch über das gegenwärtige Geschehen hinausgelenkt; die Theater-Metapher (S. 23, 25) zeigt das Unwirkliche des Erlebten („sonderbare, verrückte Dinge“ 26/29 f.).
Eine weitere bedeutende (Anti-)Metapher ist der Name „Taufe“ für die Tätowierung (S. 29), auch als Initiation (in die Unterwelt) bezeichnet; im Vorgriff hat Levi sie eine Metamorphose genannt (S. 21; vgl. „in ebensolche Gespenster verwandelt“, S. 27 f.) – ein solches Netz von Verweisen und Wiederholungen (z.B. Fragen stellen, die nicht beantwortet werden, 23/7 ff.; 24/19 ff.; 26/24 ff.) auch in den Bildern ist eine Eigentümlichkeit seiner Erzählweise. Was er sieht, beschreibt er in Worten der negativsten Konnotation: Das eigene Bild bietet sich „in hundert leichenblassen Gesichtern, in hundert elenden und schmierigen Gliederpuppen“ dar (S. 27 u.). Auch kommentierend („Ich weiß…“, S. 28 f., vgl. 22) bewertet der Erzähler das Erlebte.
Vielleicht trägt die Datierung „in der Nacht“ bei Levi dazu bei, das Erlebte als schrecklicher darzustellen oder es so zu erleben, weil man länger warten muss; so ist die Lagerinschrift nicht nur beleuchtet, sondern eben „grell“ beleuchtet (S. 22, vgl. das zur Konnotation Gesagte). Ebenso wird mit einer zusätzlichen Erklärung der Bedeutung der Nummern (S. 30 f.), die aus später erworbenem Wissen und damit aus dem „Heute“ stammt, das Schreckliche des Lagers schon vorab angedeutet.
Abschließend kann man festhalten, dass Levi öfter Einzelheiten des Geschehens ausführlich darstellt und damit Gelegenheit hat, das Unsinnige des Geschehens zu entfalten (Duschen: bei Kralovitz zwei Zeilen, bei Levi fast drei Seiten). Eine kleine Eigentümlichkeit zum Schluss: Die Häftlinge tragen Namen (Flesch, S. 22; Bergmann, S. 23; Levi, S. 24), während die anderen Deutsche sind; die Frontlinie ist klar.
P.S.
Die gleiche Untersuchung kann man an anderen Themen durchführen, etwa an der Darstellung des Hungers oder  der Erlebnisse bei Luftangriffen. – Es könnte auch interessant sein, Levis eigene Darstellung „Cer“ („Das periodische System“ – eine Autobiografie, an den chemischen Elementen orientiert) der Möglichkeiten im Chemielabor mit der Darstellung S. 165 im Roman zu vergleichen.
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Nicht nur die drei Leitfragen machen es möglich, sich vom Textverlauf zu lösen; auch erzähltechnische Begriffe sollte man anwenden können: Ich-Erzähler, personales Erzählen; berichten, bewerten, kommentieren, vergleichen; zurückblicken, vorgreifen [sprachliches Handeln!]; die Tempora; der Konjunktiv; Metapher; Bild; Konnotation; Wiederholung.

Analyse S. 87-91 (kontrastierend zu Kralovitz, S. 39 und 41)
1. Die zeitliche Situierung des Erzählten:
Levi (oder genauer: der Erzähler bei Levi) erzählt von einem einzigen, besonders guten Tag, an dem im Frühjahr 1944 die Sonne durchbricht (S. 84, vgl. 89/24 – dem entspricht das Verschwinden der Sonne im Oktober, S.- 148 ff.) und an dem es einen Zusatzkübel Suppe für die Baracke gibt (89/25 ff.); Kralovitz berichtet von dem, was es normalerweise im Verlauf eines Tages zu tun und zu essen gibt (Z. 1, 29, 37, 45). Diesem guten Frühlingstag stellt Levi später den schlimmen Herbsttag gegenüber (S. 148).
An dieser Stelle erkennen wir einen Grundzug der Erzählweise Levis, die Kontrastierung (Betonung von Gegensätzen). Der Freude über die Wärme stellt Levi direkt das neu bewusste Hungergefühl gegenüber (S. 87); dem Dauerhunger (87-89) stellt er dann die Freue über die Sonderration gegenüber (89-91); doch auch diese Freude wird wieder eingeschränkt, und zwar durch die metaphorische Abwertung der Essensfreude als Fressen (S. 90) und die Abwertung der Zufriedenheit der Gesättigten durch die Trauer der Eingesperrten (S. 91). – Durch die Betonung der Kontraste (Kontrastverschärfung) wird einmal die Darstellung des Erlebens intensiviert, wird zudem das Leiden gegenüber allem Erfreulichen betont, (vgl. Motiv Hadesfahrt), wird die Leselust dadurch gesteigert, dass inmitten alles Schrecklichen plötzlich immer wieder Gutes oder ein guter Mensch auftaucht.
2. Bericht vom Essen:
Vom Frühstück berichtet Levi nichts, außerhalb des ausgewählten Textauszugs beginnt er mit dem Bericht vom Appell (84/7 ff.), während Kralovitz das Frühstück beschreibt (Kaffee, Margarine, Brot; selten Marmelade oder Wurst). Während Kralovitz anschließend von den Essens-Wunschträumen und den Versuchen, sich das Brot einzuteilen, berichtet (Z. 9-19; außerdem erwähnt er eigens den Hunger, Z. 30, und die Unterhaltungen übers Essen, Z. 30 ff.), berichtet Levi breit vom Hunger-Haben (87/25 ff.):
– allgemein, was man so vom Hunger sagt (87/26 f.);
– die Gleichsetzung vom Lager mit dem Hunger (87/28-30);
– das Erlebnis des fressenden Baggers (87/31 – 88/7) als Hunger-Phantasie;
– die kompensatorischen Erzählungen einzelner vom überreichen Essen (88/8 ff.);
– Fischer isst die vom Frühstück (!) aufbewahrte Brotration (88/35 ff.), entsprechende Theorien des (Nicht-)Aufbewahrens werden referiert.
3. Wie erzählt Levi?
Seine Erzählungen kommentiert Levi (88/22 und 88/32); dadurch zeigt er seine wissende Position, auch wenn er das im historischen Präsens gegebene Heute nicht verlässt [bei Kralovitz gibt es nur das distanzierende Präteritum]. Die gleiche Überlegenheit zeigen eine Bewertung („Fehler“, 87/27) und eine Frage (87/28 f.). Dem Zweck, das Hungern intensiver darzustellen, dient die Verknüpfung von Freude über die Sonne und Leiden am Hunger (87) bzw. die Kontrastierung des normalen Hungers (87 – 89) und des Freudentages mit der Sonderportion (89-91). Er gebraucht auch einzelne Begriffe der Lagersprache (hohe Nummern, organisieren, Fressen). Daneben ist Levi dem Prinzip der Wiederholung (des Schrecklichen: Hunger) verpflichtet.
Kralovitz spricht von allen Häftlingen als „man“ (Z. 3); auch „wir“ treten als Block oder Tisch auf (Z. 22, 52); davon abgehoben ist auch „ich“ das Subjekt des Erlebens (Z. 9; 42) und des Wissens (Z. 14). – „Wir“ und „ich“ treten auch bei Levi auf. Wie von Sigi und anderen Individuen mit Namen spricht Levi von Templer als dem, der die Suppe organisiert hat (89/28 ff.), und seinen Fähigkeiten (89/30 ff. und 90/31 ff.); die Nennung einzelner dient ebenso wie das historische Präsens und die Unterbrechung durch Fragen dazu, dass man ins erzählte Geschehen miterlebend besser eintreten kann.
Das Glückserlebnis des Freudentages schwächt Levi ab, indem er das Essen im Lagerjargon als „Fressen“ bezeichnet und entsprechend kommentiert (90/15 ff.); die Darstellung der guten Stimmung der Gesättigten trübt Levi durch seinen Kommentar, dass die Häftlinge, auch wenn sie satt sind und nicht geschlagen werden (90/10 f.), in den Gedanken an ihre Verwandten unglücklich sind „in der Weise der freien Menschen“ (91/14). Er hält also im Erzählen stets die Erinnerung wach, dass man im Lager letztlich doch in der Hölle ist (S. 22 ff., s.o.).
P.S. (mit einem Gruß an Eva-Maria)
An der hier untersuchten Passage sieht man m.E. deutlich, dass Primo Levi nicht als Augenzeuge detailgetreue Erinnerungen notiert, sondern als Schriftsteller aus seiner Erfahrung komponiert: Dass es gerade am ersten Sonnentag die Extraration gegeben hat, dass die genannten Häftlinge Sigi, Templer usw. genau an diesem Tag ihre zitierten Äußerungen wörtlich so getan haben – das wird man doch bezweifeln dürfen.                          28.02. 06

Sprechen und Sprache im KZ – eine Untersuchung (nur die Gliederung)
A) Levi macht darauf aufmerksam, dass im KZ auch die Sprache etwas von der Vernichtung des Menschen zeigt.
B) Sprache und Sprechen im KZ
1. Die normale Sprache versagt im KZ:
– Sie reicht nicht aus, die Erniedrigung zu schildern (28).
– Die Worte bekommen eine neue Bedeutung (148 f.).
– Auf die Dauer wäre eine neue harte Sprache entstanden (149).
2. Die Herrschenden sprechen wie absolute Herren:
– Sie nennen die Häftlinge mit deren Nummer (29).
– Sie geben sinnlose Befehle.
– Sie reden zynisch (183/85).
– Die Häftlinge antworten „Jawohl“ und haben nichts zu fragen.
3. Die Häftlinge sprechen auf verschiedene Weisen miteinander:
– Bei der Arbeit spricht man mit den Kollegen normal.
– Unter Freunden erzählt man seine Lebensgeschichte und erklärt sich das Unverständliche oder Neue.
– Gegen Fremde und mögliche Konkurrenten sagt man nichts, weicht aus oder beschimpft sie verächtlich.
– Wenn es ernst wird, nach einer Selektion, schweigt man.
4. Die Ausländer leiden an der Sprachbarriere:
– Sie verstehen nichts und sind deshalb sofort im Nachteil.
– Im Lager herrscht babylonische Sprachverwirrung.
– Einige Gruppen prägen die Lagersprache.
5. Die Sprache ist im KZ eine Zufluchtsstätte:
– In der Not gibt es Phantasieerzählungen vom Essen.
– Für den Ich-Erzähler und den Pikkolo ist Dantes „Göttliche Komödie“ eine Zufluchtsstätte des Geistes.
C) Können wir verstehen, was Primo Levi von seinem Jahr in Auschwitz erzählt?
Dies ist ein Vorschlag, nicht die einzig mögliche oder die beste Lösung.
In seinem Aufsatzband „Die Untergegangenen und die Geretteten“ (dtv 11730) hat Primo Levi einen Aufsatz „Kommunikation und Verständigung“ (S. 90 ff.); dort findet man Ausführungen zum Thema (v.a. S. 100-103). Nico Rost hat in einem Buch („Goethe in Dachau“) dargestellt, wie bedeutsam die Rückgriff auf große Texte, das Lesen und Schreiben für das Überleben im Lager sein konnte.

Zeiterfahrung im Lager

Aufgabenstellung:
1. Untersuchen Sie anhand der Stellen 39/33 – 41/19; 63/14 – 64/10; 140/17 (ab „Ja“) – 141/21; 169/8-18, welche Bedeutung „Zeit“ für die Menschen im Lager im Roman Levis hat.
Stellen Sie das Ergebnis Ihrer Untersuchung geordnet (gegliedert) dar, indem sie es zunächst in Haupt-Sätzen formulieren und dann (mit Belegen) in einem durchgehenden Text entfalten.
2. Kennen Sie ein Gegenmittel, mit dem KZ-Häftlinge wie Nico Rost versucht haben, dem Untergang im zeitlosen Nirvana entgegenzuwirken?
Stellen Sie Ihr Wissen in drei Sätzen dar.

Zeiterfahrung im Lager
Von den ausgewählten vier Textstellen wird an zweien die „normale“ Erfahrung dargestellt, wie die Häftlinge aus der Zeit heraus in ein zeitloses Leiden hineinfallen (S. 39 ff. und S. 140 f.); dem stehen zwei Erfahrungen gegenüber, wie im KB oder als Arbeiter im Labor wieder die Zeit und Bewusstsein gewinnt, aber dann auch an der Erinnerung und dem Heimweh leidet. Vielleicht kann man die Erfahrung des Ich-Erzählers in sechs Sätzen zusammenfassen:
1. Im KZ sind alle Tage Tage gleichförmigen Leidens (39/33 ff.); das sollte man möglichst schnell akzeptieren.
2. Beim Arbeiten hat man keine Zeit zum Denken (63/34 f.); gegenüber der Frage, wie man heute überlebt, tritt die Frage nach Vergangenem oder Künftigem einfach zurück (40/3 ff.). Deshalb ist es am besten, Vergangenheit und Zukunft „auszulöschen“ (40/30 f.).
3. Anders als für normale Menschen ist die Zeit wertlos – nur der Augenblick zählt; die Erinnerungen sind nebelhaft (140/23 ff.), die Geschichte ist einfach stehen geblieben (140/17 ff.)
4. So ist es am besten, nichts begreifen zu wollen (140/17 ff.); denn begreifen und nachdenken, das tut weh (40/12 ff.).
5. Im KB oder als Arbeiter im Labor erlangt man sein Bewusstsein wieder (63/14 ff.; 169/8 ff.); man kann sich vergegenwärtigen, was aus einem gemacht worden ist.
6. Dann begreift man erst richtig, was einem alles genommen wurde (63/22 f.) – ein unaussprechliches Leiden (169/17 f.).

Nico Rost: Goethe in Dachau (1946, dt. 1948; Neuauflage 1999 – nach einer Besprechung im DS vom 27.8. 1999)
hat demgegenüber im KZ gelesen und und hat berichtet, wie jede geistige oder künstlerische Aktivität eine Form der Gegenwehr im KZ war:
1. Es war eine Manifestation des eigenen Lebenswillens.
2. Die Idee einer literarischen Welt konnte Orientierung geben.
3. Die Literatur bewahrt Zeit und tritt zugleich hinter der Zeit zurück – sie gibt Gelegenheit zu denken.

Nachtrag: über das Leben im Lager erzählen
Durch die Gegenüberstellung unseres Romans mit der Erzählung von Kralovitz wird bereits klar, dass Primo Levi nicht einfach berichtet, wie es im Lager war, sondern dass er Literatur produziert. Ein Gespräch mit Imre Kertész (Roman eines Schicksallosen, 1973) in der SZ (Schande und Liebe in Zeiten der Diktatur, Interview mit Franziska Augstein, 16. September 2006) zeigt – oder genauer: Kertész sagt, warum man als Autor nicht einfach das schildern kann, was man im KZ selbst erlebt hat: „Der Autor scheitert, weil er sich sein eigenes Leben im Lager nicht mehr vorstellen kann. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie ich es geschafft habe, einen Tag nach dem anderen.“ Und in der Äußerung zuvor sagt er: „Vor allem aber kann man das Lager darum nicht beschreiben, weil man das Leben dort nicht noch einmal erleben kann.“

Ich habe das Buch mehrfach im Unterricht in Kl. 12 gelesen. (2006)

Tony Judt würdigt Primo Levi in seinem Buch „Das vergessene 20. Jahrhundert“ (2010, bei Hanser und als Sonderausgabe der BpB), S. 54 im Kontext anderer „Zeugen der Finsternis“. Eine sehr kurze Besprechung, aber durch Zitate angereichert, findet man unter http://www.wollheim-memorial.de/de/der_autobiografische_roman_se_questo_un_uomo_von_primo_levi_1958. Kunert stellte das Buch als sein Jahrhundertbuch vor: in der ZEIT. Eine Seite mit viel Material über das Umfeld des Themas ist http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/erinnerung-und-aufarbeitung/aufarbeitung-der-ns-vergangenheit/. Vgl. auch die Untersuchung des Schreibens: http://edoc.hu-berlin.de/master/dudek-sarah-2007-04-10/PDF/dudek.pdf; diese Diplomarbeit (zu P. Levi und J. Améry); ein Untersuchung zur Auschwitz-Literatur; eine Untersuchung über Sprachlosigkeit und Shoah.

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3 thoughts on “Primo Levi: Ist das ein Mensch? – Analysen

  1. Guten Morgen Herr Norberto 42 !
    Fuer meine Pruefung von italienischer Literatur in der Uni Bergamo muss ich eine Forschung ueber die Kritik von deutschen Schrifstellern, Professoren und Jurnalisten ueber das Buch von Primo Levi „Ist das ein Mensch“ machen. Ich haette zwei Fragen :
    – Da ich auch ueber Ihr Kommentar, das ich sehr interessant finde, berichten moechte, brauche ich eine Referenz, d.h. was kann ich in der Bibliographie angeben ?
    – Koennen Sie mir bitte sagen, ob es Buecher von deutschen Autoren gibt, die dieses Thema behandeln ? Oder koennen Sie mir andere Artikel nennen ?
    Besten dank im voraus fuer Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Gruessen
    Maria Beretta Mortarino

  2. Hallo, Maria Beretta Mortarino,

    leider haben Sie keine Adresse hinterlassen, sodass ich Ihnen nur in einem Kommentar antworten kann.
    1. Sie können meinen Namen nennen (Norbert Tholen) oder den Titel des Weblogs angeben; was Sie oben gelesen haben, sind Ergebnisse meines Deutschunterrichts am Gymnasium.
    2. Sie können unter den Suchwörtern „Primo Levi: Ist das ein Mensch – (Rezension OR Besprechung)“ suchen. Unter den ersten 60 Ergebnissen bei google.de habe ich gefunden:
    http://www.wollheim-memorial.de/de/die_rezeption_von_primo_levis_texten
    http://de.wikipedia.org/wiki/Primo_Levi
    http://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/IstDasEinMensch
    http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=30441
    http://www.litkara.de/archive2/2003_01_05_archive.htm#87028965
    http://www.buecher4um.de/Rezensionen/Besprechungen/WXYZ/WasMen.htm
    http://litteratur.ch/SMF/index.php?topic=106.0
    http://martinus-literatur.blogspot.com/2009/07/primo-levi-ist-das-ein-mensch.html
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/992158&_z=
    http://www.grin.com/e-book/141194/die-rezeption-von-dantes-inferno-in-primo-levis-se-questo-e-un-uomo
    http://www.dissidentenfunk.de/archiv/s0712/index.html
    http://phex.blogsport.de/2007/12/
    http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=82
    Suderland, Maja (2005): »›Ist das ein Mensch?‹ Erfahrungen in der sozialen Welt nationalsozialistischer Konzentrationslager« in: Wissenschaft und Kritik. Beiträge zu Bildung und Gesellschaft. Hg. von der Hans-Böckler-Stiftung und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Frankfurt; S. 13-23.
    Suderland, Maja (In Vorbereitung): »Soziale Differenzierung in den Häftlingsgesellschaften nationalsozialistischer Konzentrationslager«. Erscheint in: Gerhard Botz, Alexander Prenninger, Regina Fritz & Heinz Berger (Hg.): Mauthausen überleben und erinnern. Münster; Wien; Berlin; Zürich: LIT; 3 Bände (Wiener Studien zur Zeitgeschichte). (Erscheint 2011)
    http://www.wollheim-memorial.de/de/autobiografische_literatur
    http://www.uni-siegen.de/fb8/chemiedidaktik/dokumente/brumlik.pdf
    http://uliweissberger.de/Sachtexte/Buchbespr/Levi,%20Ist%20das.htm
    http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/download/1222/2662
    http://www.puppe-hoffnung.de/material/befreiung-kz-neuengamme.html
    http://www.bpb.de/publikationen/UMQ1L4,1,0,Deutschsprachige_Literatur_und_der_Holocaust.html
    http://www.planet-schule.de/wissenspool/judenverfolgung/inhalt/links-literatur.html
    Hösle, Johannes: Fragen zur Ungeheuerlichkeit der Vernichtungslager (Rezension zu Primo Levi: Ist das ein Mensch?), Frankfurter Hefte, 36. Jahrgang, Heft 4, S. 68-73

    Unter „Primo Levi: Ist das ein Mensch?“ habe ich gefunden:
    Anissimov, Myriam: Primo Levi. Die Tragödie eines Optimisten. Eine Biographie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, Berlin 1999
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ist_das_ein_Mensch%3F
    http://de.scribd.com/doc/128636551/Primo-Levi-Ist-Das-Ein-Mensch
    http://www.litde.com/autoren/levi-primo.php
    http://www.graswurzel.net/244/auschwitz.shtml
    http://www.pdfgeni.org/de/Überleben-in-auschwitz-von-primo-levi-pdf.html
    http://www.freiburger-rundbrief.de/de/?item=621
    http://www.nzz.ch/2002/03/27/fe/article826XE.html
    http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/holocaust/konzentrationslager/440-bildung-und-habitus-im-konzentrationslager.html
    Interessant ist die ganze Seite http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/
    http://is.muni.cz/th/75472/ff_m_b1/Diplomova_prace.pdf
    Ludger Schwarte (Herausgeber): Auszug aus dem Lager. Akademie der Künste, Berlin – transcipt Verlag, Bielefeld, S. 24 ff.
    Fischer, Carolin: Mit der Individualität verliert sich die Menschlichkeit. In: Was ist der Mensch? Hrsg. von Gantzen, Detlev u.a., de Gruyter 2008, S. 74-76

    Es gibt noch mehr Ergebnisse, aber die finden Sie sicher, oder Sie schicken mir Ihre Adresse und ich suche noch ein wenig… Für die Suche nach Dateien (pdf, doc usw.) empfehle ich die Suchmaschine http://www.pdf-freedownload.com.

    Gruß, Norbert Tholen (norberto42)

    • Lieber Norberto42
      leider habe ich erst heute Ihre Antwort vom 14. Januar lesen koennen, so bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt zu Ihrem Kommentar zurueckkomme.
      Fuer Ihre ausfuehrliche Informationen moechte ich Ihnen recht herzlich danken; mit Ihrer Hilfe habe ich viel Material finden koennen. Zusammen mit den Informationen die mir Schriftsteller, Journalisten und Lehrer inzwischen zugeschickt haben, habe ich jetzt zahlreichen Stoff fuer meine Recherche zur Verfuegung.
      Mit freundlichen Gruessen
      Maria Beretta Mortarino

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