Tony Buddenbrook in Teil II – IV (Mann: Buddenbrooks)

Tony Buddenbrook in Teil II
Die erste Episode des Romans ist das Katechismus-Examen, dem der Opa Johann Buddenbrook die achtjährige Tony (Antonie) am Nachmittag des großen Festes im Oktober 1835 unterzieht (S. 7 f.). Diese Position am Anfang des Romans zeigt, welche Bedeutung der Erzähler ihr beimisst: Sie ist die einzige der Familie, die am Ende der Erzählung noch lebt, wenn man von Ihrem Bruder Christian in der Klapse absieht.

Im Teil II wird von ihr mehrfach erzählt – Teil II leitet von dem einen großen Festtag (Teil I) zur unglücklichen Ehe Tonys mit Herrn Grünlich (Teil III) über. In Teil II gibt es einige Episoden und einige allgemeine Charakterisierungen des hübschen Mädchens. Deren erste ist der Bericht davon, dass Tony im Sommer regelmäßig zu den Großeltern vors Burgtor zieht (II 2, S. 59); summarisch wird hier berichtet, dass Tony die Eleganz der Einrichtung und ihr verwöhntes Leben dort genießt, „die junge Demoiselle Buddenbrook“. Der Erzähler erwähnt, dass „die feudalen Neigungen der mütterlichen Familie“ (Kröger) gut zu diesem Stil passen (S. 59).
Nachdem er ihr Aussehen beschrieben hat (S. 60), berichtet er, wie sie von allen Leuten in der Stadt respektiert wird (S. 60), und wie sie mit allen Leuten plaudert (S. 63), dass sie stolz die Tochter des Konsuls Buddenbrook ist, aber auch frech im Umgang mit wehrlosen Bürgern (S. 64), wie mehrere Beispiele zeigen. Fazit dieser Charakterisierung: „Sie ging in der Stadt wie eine kleine Königin umher…“ (S. 64).
Daneben gibt es zwei bedeutsame Ereignisse, in denen Personen agieren bzw. vom Erzähler eingeführt werden, die den Lebensweg der Buddenbrooks bestimmen: Da ist einmal Julchen Hagenström, mit der Tony zur Schule geht (S. 60); sogleich wird nachgeschoben, dass die Väter einander fremd sind, sich nicht mögen, im Geschäft und in der Stadt miteinander konkurrieren (S. 60 f.). Ein hässlicher Streit mit Hermann und Julchen Hageström, von diesen beiden absichtlich herbergeführt, verdirbt das Verhältnis zu ihnen auf Dauer (S. 61-63).
II 6 ist ein Kapitel, in dem die Einweisung Tonys im Alter von 15 Jahren ins Pensionat Sesemis den Rahmen für einige „Flegeleien“ Christians und Tonys bildet (S. 79/83). Nach dem Hinweis, dass Tony immer kecker und eitler wurde (S. 82), werden die „Untaten“ Tonys berichtet, die den Vater veranlassen, sie gegen den Widerspruch seiner Frau in die Pension zu stecken (Lektüre seichter Literatur, Treffen mit einem Gymnasiasten – hier deutet sich schon an, dass der Vater die Kontrolle über Tony als Frau behalten wird, vgl. III 10).
Auch die Pension Therese Weichbrodts (II 7) ist eine Einrichtung nur für höhere Töchter (S. 83 ff.). Sesemi, also Frl. Weichbrodt (41 Jahre), und ihre Schwester werden vorgestellt. Danach sind Armgard von Schilling und Gerda Arnoldsen (S. 86) an der Reihe, die beide später mit der Familie Buddenbrook schicksalhaft verbunden sind; alle drei sind „vornehm“, schlafen gemeinsam in einem Zimmer (mit Eva Ewers) und offenbaren einander ihre Heiratspläne Kuss(S. 88 f.), womit der Erzähler die späteren Ereignisse vorbereitet. Es fällt auf, dass die mangelnde Musikalität der Familie Buddenbrook in Spannung zu Gerdas höchst kultivierter Begabung steht (S. 86).

Der Schluss des Teils II zeigt die Funktion des Kapitels: „So wanderten die Jahre vorbei,“ (S. 90 – vgl. S. 240 und 393 vom Schwinden der Jahre, S. 367 zweimal: die Tage gingen) „und es war, alles in allem, eine glückliche Jugendzeit, die Tony verlebte.“ Bald darauf kam es anders: die Ehe mit Grünlich. – Außerdem wird die Rivalität zu Hagenströms das Geschick der Buddenbrooks bestimmen, wird Sesemi Tonys Leben begleiten, werden Armgard, Gerda und Eva im künftigen Leben Tonys bzw. der Familie Buddenbrook eine Rolle spielen, ebenso die Differenz in der Musikalität: Teil II des Romans deutet künftige Schicksale an, wie man allerdings erst weiß, wenn man die Schicksale kennt. [Das heißt, dass mindestens eine zweite Lektüre erforderlich ist, um einige Feinheiten mitzukriegen!]

Tonys Heirat (Teil III)
Das Ereignis von Teil III ist die Tatsache, dass Tony Herrn Grünlich heiratet, obwohl sie ihn nicht mag; dass sie sich anderseits in Travemünde Morten annähert, aber ohne große Probleme von ihm getrennt wird. Beide Vorgänge zeigen, was für eine Person Tony Buddenbrook ist.

Tony mustert Grünlich kalt, als er 1845 zum ersten Mal bei Buddenbrook erscheint (S. 94). Tony ist 18; sie durchschaut seine hohlen Reden, mit denen er den Eltern nach dem Mund redet (S. 95 – ähnlich der Erzähler, S. 97: was die Konsulin nach Grünlichs Absicht denken sollte), durchschaut auch seine Gesprächstaktik (S. 96, unten). Tony findet ihna lbern (S. 98, 110), was eine harte Verurteilung bedeutet (S. 87).
Morten dagegen nähert sich Tony in ihren Ferien an; sie küssen sich und versprechen, aufeinander zu warten (S. 142 f.). Warum scheitert diese Beziehung?
1. Zwischen den beiden zeigen sich Differenzen des Standes,
a) in dem, was man als Bürger lesen muss (S. 128, vgl. 126);
b) in der Möglichkeit des Umgangs mit der besseren Gesellschaft (S. 129 ff.): Er sitzt auf den Steinen (S. 129, vgl. 133, 138);
c) in Mortens revolutionären Reden (S. 136 ff.), nach denen er eigentlich „Demoiselle Buddenbrook“ sagen müsste (S. 138, vgl. 59!) – nur ein vages Verlangen nach „Freiheit“ verbindet sie (139 f.);
d) in dem Empfinden Tonys, alles von Morten Vernommene als „etwas Heiliges und Unantastbares“ in sich zu bewahren (S. 154), auch wenn sie es nicht recht verstanden hat oder vertritt – sie erwägt zugleich die Möglichkeit, Grünlich zu heiraten, aber dann doch durch ihr Morten-Wissen ihm überlegen zu sein. Morten dient ihr nur noch als Schmuckstück.
2. Die Differenzen des Standes werden von den anderen ausgespielt und gegen das Pärchen zur Geltung gebracht:
– durch Grünlichs arrogantes Auftreten bei Schwarzkopf (III 11),
– durch Vater Schwarzkopfs Position (III 11 und so bereits von Anfang an, S. 122 ff.),
– durch Konsul Buddenbrooks Stellungnahme zu Tonys Geständnis (S. 145 ff.).
Auch Tom vertritt die Position, dass Liebe etwas anderes sei als „eine Partie machen“ (S. 166/68, vgl. die Verlobung als korrektes Geschäft, S. 116): „Dergleichen muß durchgemacht werden.“ (S. 154).
3. Als Tony wieder nach Lübeck kommt, findet sie wieder alles „unabänderlich und ehrwürdig“ vor, während es ihr in Travmünde wie ein vergessenswerter Traum erschienen war (S. 155).
So bleibt zu untersuchen, wieso sie sich mit Grünlich verlobt, obwohl sie ihn nicht mag: „Was will dieser Mensch von mir – ! Was habe ich ihm getan?!“ (S. 102, 103)

Den ersten Einbruch erleidet ihr Widerstand, als ihr die Bedeutung eines Heiratsantrags durch den Kopf geht: Die Wichtigkeit ihrer Stellung fängt an, „sie mit Wohlgefallen zu erfüllen“ (S. 104).
Die Eltern drängen sie massiv zu dieser Verbindung; die Mutter erinnert daran, „daß diese Heirat genau das ist, was Pflicht und Bestimmung dir vorschreiben“ (S. 105). Damit trifft sie Tonys Bewusstsein, der Firma und der Familie verpflichtet zu sein; sie ist von der Geschichte der Familie durchdrungen und geht in der Stadt „wie eine kleine Herrscherin“ umher (Tonys Gedanke oder ein Erzählerkommentar – unklar, S. 105). Auch der Brief des Vaters schlägt in die richtige Kerbe: dass wir Glieder in einer Kette sind, nicht unabhängige Individuen, die ihre eigenen unordentlichen Pfade gehen dürfen (S. 146f.) – Grünlichs Selbstmorddrohung wird zwar vom Vater als moralisches Druckmittel benutzt (S. 146), ist aber kein Motiv für Tonys Entscheidung; die Szene, die ihr Grünlich macht (S. 106 ff.), widert sie an, auch wenn sie bei seiner Frage zurückweicht, ob sie ihn verabschaue (S. 110).
Man muss den letzten Teil von Kapitel III 13 sorgfältig lesen, um die Änderung ihrer Gesinnung zu verstehen (gegenüber der Verlobung), die in Wahrheit aus der Kontinuität ihrer Überzeugungen entsteht sowie aus ihrem Selbstverständnis als wichtige Person erfolgt: Als sie in der Familienchronik liest, steigt ihr „die ehrerbietige Bedeutsamkeit, mit der hier auch die bescheidensten Tatsachen behandelt waren,“ zu Kopf (S. 157) – es ist die feierliche Vortragsweise des Chronikenstils, wie der Erzähler zuvor erklärt hat (S. 157) – und sie versteht, dass von ihr mit der gleichen Pietät gesprochen werden und später immer wieder gelesen werden würde (S. 157). „Ehrfurcht vor sich selbst erfüllte sie, und das Gefühl persönlicher Wichtigkeit, das ihr vertraut war, durchrieselte sie…“, und sie denkt an des Vaters Wendung, „wie ein Glied in einer Kette“ zu sein (S. 158). Als solches fühlt sie sich berufen, „mit Tat und Entschluß an der Geschichte der Familie mitzuarbeiten!“ (S. 158) Und so trägt sie ohne Zögern eigenhändig in die Chronik ein, dass sie sich am 22. September 1845 mit Herrn Bendix Grünlich verlobte.
Das „Gefühl persönlicher Wichtigkeit“, in dem sie seit ihrer Kindheit als Mitglied der Familie Buddenbrook lebt (II 2, S. 59), ist das Kontinuum, welches auch die persönliche Abneigung gegen den von ihr durchschauten Schauspieler Grünlich [ironische Bemerkung des Erzählers: Grünlich korrigiert das Verb „in mein Herz geschrieben“ zu „gegraben“, S. 108 oben] überwindet.
So fragt sie ihren Vater beim Abschied nach der Hochzeit: „Bist du zufrieden mit mir?“ (S. 164) Und dieser meint zu seiner Frau, Tony sei mit sich selbst zufrieden – und das sei „das solideste Glück, das wir auf Erden erlangen können“ (S. 164). Es bleibt zu prüfen, ob der dieser Selbstzufriedenheit entsprechende Lebensstil zum Untergang der Familie Buddenbrook beiträgt.

Ihr Geschick spiegelt sich im Ende des Verhältnisses ihres Bruders Tom mit der Blumenverkäuferin Anna (III 15).
Die Abneigung gegen Hagenströms bleibt eine Konstante ihres Lebens (S. 116 f.; 131 f.); Thomas sieht das Verhältnis ähnlich, aber er weiß: Man wird sich mit ihnen arrangieren müssen (S. 116). Dazu ist Tony zu keiner Sekunde ihres Lebens bereit – sie ist eine Buddenbrook und den hergelaufenen Hagenströms überlegen. Die Geschichte der Familien wird ihr Vorurteil korrigieren, ohne dass Tony in ihrem Stolz zur Einsicht käme.

Eine Beobachtung am Rande: Sie hat dagegen, dass Grünlich allen nach dem Mund redete, „um sich bei euch einzuschmeicheln“ (S. 98 unten), heftig protestiert und diesen Kriecher „albern“ gefunden. Ihr Vater verteidigt Grünlich danach so: „Man befindet sich in fremder Gesellschaft, zeigt sich von seiner besten Seite, setzt seine Worte und sucht, zu gefallen – das ist klar…“ (S. 98).
Als nun Morten ihr erzählt, er sei von seinem Vater wegen seiner Fachsimpelei und Wichtigtuerei am Vorabend gerüffelt worden, verteidigt sie ihn in ihren Gedanken: „Wichtigtuerei? Man befindet sich in fremder Gesellschaft, zeigt sich von seiner besten Seite, setzt seine Worte und sucht, zu gefallen – das ist doch klar…“ (S. 125). Sie denkt also zur Verteidigung Mortens wörtlich dasselbe, was ihr Vater zur Verteidigung Grünlichs gesagt hat, nur um ein „doch“ erweitert.
Was heißt das? Liegt hier eine objektive Ironie des Geschehens vor? Oder kommt zum Ausdruck, dass sie durch und durch eine Buddenbook ist? Oder ist das einfach menschlich, jemanden zu verteidigen, den man schätzt?

Tony in Teil IV
Das entscheidende Kapitel ist IV 7. Fasst man die Charakterisierungen, die der Erzähler Tony im vierten Teil angedeihen lässt, zusammen, so ergibt sich folgendes Bild:
1. Auch in der Ehe und nach der Scheidung ist Tony die alte geblieben, eine Tochter des Hauses Buddenbrook.
2. Eigentlich hat sie von nichts eine Ahnung; sie ist wie ein Kind.
3. Sie meint aber, als verheiratete resp. geschiedene Frau habe sie „das Leben“ kennengelernt.
4. Der Erzähler kommentiert, Tony besitze die schöne Gabe, sich jeder Lebenslage mit lebhafter Freude am Neuen anzupassen (S. 231).
Ansonsten ist interessant, wie Johann sich der Tatsache stellt, dass er Tony in die Ehe mit einem Betrüger getrieben hat; wie die Firma Buddenbrook nach einer Bremener Pleite und auch durch Grünlichs Bankerott schwankt (IV 6 und 8), aber durch die Kröger-Erbschaft wieder stabilisiert wird; wie Tom viele Anzeichen von Krankheit und Schwäche zeigt (S. 209, 235, 247). Im Jahr 1855 stirbt Johann Buddenbrook. – Fazit: Es geht im Kern bergab mit der Familie, auch wenn Thomas noch einige Ehrungen erfahren wird.

Die Belege zur Charakterisierung Tonys:
1. Sie bemüht sich um ein luxuriöses Leben (S. 196/98).
Das nimmt sie auch als Schicksal hin (S. 203), was der Erzähler kommentiert: „Ihr ausgeprägter Familiensinn entfremdete sie nahezu den Begriffen des freien Willens und der Selbstbestimmung…“; was vorgegeben ist, brauche sie nicht zu korrigieren, meint sie. Sie hat an altem Selbstbewusstsein nichts eingebüßt (S. 204).
Als ihr Vater darauf hinweist, dass Grünlich zu halten die Firma belasten würde (S. 218), ist ihre Entscheidung gegen Grünlich endgültig gefallen. Das Wort „Firma“, so wird kommentiert, wirkte wahrscheinlich „entscheidender, als selbst ihre Abneigung gegen Herrn Grünlich“ (S. 219).
Dass sie im Mittelpunkt des Scheidungsprozesses steht, erfüllt sie „mit einem unbeschreiblichen Würdegefühl“ (S. 233) – in solchen Zusammenhängen spricht sie nie ihren Papa, sondern immer nur den „Vater“ an (S. 233). Sie trägt würdevoll selber die Scheidung in die Chronik ein (S. 233, vgl. 158).
Auch gegenüber Julchen (früher Hagenström, jetzt) Möllendorpf lebt ihr alter Stolz: Möge diese doch zuerst grüßen! (S. 237).
Als Grünlich ihr eine Szene wie damals im Landschaftszimmer macht, reagiert sie genauso wie damals (S. 229 f., vgl. 108/10).
2. Sie hat zwar das Gespräch ihres Mannes mit Kesselmeyer mitgehört (S.204 und 208), hat aber nichts verstanden, hat keine Ahnung (S. 210 f.), auch nicht von der finanziellen Lage der Familie.
Im ersten Gespräch mit ihrem Vater wird sie vom Erzähler als Kind vorgestellt: Auf die Frage, ob sie ihren Mann von ganzem Herzen liebe, antwortet sie „mit einem so kindisch-heuchlerischen Gesicht“ bejahend, wie früher als Kind… (S. 212); dabei gibt sie gleich darauf zu, dass sie Grünlich niemals geliebt hat und dass er ihr widerlich ist (S.217). Den Kindervergleich nimmt der Erzähler noch einmal auf (S. 212, unten). Als sie von der drohenden „Armut“ hört, bricht sie ungeniert in ihr „Kinderweinen“ aus (S. 215, oben).
Es fällt auf, dass sie das Wort „schwanger“ nicht aussprechen kann (S. 171) – da mag auch die gute Erziehung durchschlagen, dann gehörte die Stelle zu (1.).
3. Im Brief vom 30. April 1846 schreibt sie an die Mutter, sie stehe mitten im Leben und sei gereift (S. 169 – offensichtlich Unsinn, siehe das Wort „schwanger“!). Auch im Gespräch mit ihrem Vater nach der Scheidung meint sie, sie sei jetzt keine Gans mehr (S. 234). Der Erzähler berichtet, dass sie sich danach angewöhnt zu sagen: „Wie es im Leben so geht…“, und kommentiert dann ihren Augenaufschlag, mit dem sie diese Bemerkung von sich gibt: Sie lässt ahnen, „welch tiefe Blicke sie in Menschenleben und -schicksal getan hat“ (S. 234). Die Sprüche vom Leben, das sie kennt, bringt sie auch gegen ihre Stüwing-Cousinen (S. 239) und gegenüber ihrem Vater an (S. 241 oben) – der Erzähler hat sich hinreichend von ihrer Selbsteinschätzung distanziert.
4. Die schöne Gabe der Anpassung steht in einem Kommentar (S. 231), der damit endet, dass sie sich für die Einschränkung ihrer Aktivitäten als geschiedene Frau schadlos hält, indem sie mit Freude über den Ernst und die Bedeutsamkeit ihrer Lage (vgl. 1.!) Betrachtungen „über Leben und Schicksal im Allgemeinen“ (vgl. 3.) anstellt.

Gegen Ende des vierten Teils sagt der Erzähler: „Die Jahre schwanden dahin.“ (S. 240) Damit ist ein Kontrapunkt gegen seine Bemerkung am Ende des zweiten Teils gesetzt, dass Tony „alles in allem, eine glückliche Jugendzeit“ (S. 90) verlebte. Jetzt (1855) ist ihre Ehe gescheitert, jetzt geht es mit der Firma bergab, der Tod Johanns steht bevor – die Jahre schwanden dahin. Die Bemerkung greift er später noch einmal auf (S. 393, letzte Zeile).

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