Schiller: Don Karlos – Inhaltsangabe

(Die Vorstufe dieser Inhaltsangabe stammt von der Kollegin Bettina Seifert.)

1. Akt: Der königliche Garten in Aranjuez – Exposition

1. Szene
Im Palast in Aranjuez wird klar, dass Don Carlos (Kronprinz, 1545 – 1568, Sohn der ersten Frau Philipps) die Zeit auf dem Land unglücklich war. Domingo versucht, der Schwermut von Carlos auf den Grund zu gehen, und rät ihm, den Kummer seinem Vater anzuvertrauen. Carlos beklagt sein Schicksal als Sohn; er hält Domingo für einen Spion seines Vaters (Philipp II. 1527 – 1598, seit 1556 König von Spanien) und erteilt ihm ironisch eine Abfuhr; er deutet ein schreckliches Geheimnis an.
2. Szene
Der Marquis von Posa trifft unerwartet ein. Der Marquis (Roderich, ein ehemaliger Spielgefährte Carlos‘) kommt als „Abgeordneter der ganzen Menschheit“, also der Menschlichkeit, für die Freiheit der flandrischen Provinzen. Er möchte, dass Karlos sich um die Provinzen kümmert, damit sie nicht dem fanatischen Herzog von Alba anheimfallen. Karlos sagt ab, hat alte politische Träume aufgegeben; er gesteht im Gespräch, dass er seine Stiefmutter gegen sämtliche Regeln liebt – sie war seine Verlobte, bis König Philipp sie aus politischen Gründen (Friede mit Frankreich) selbst geheiratet hat. Da Elisabeth als spanische Königin gut bewacht wird, kann er sich ihr nie heimlich nähern. Seinen Vater liebt Carlos nicht, da er ihn nur sah, wenn er bestraft wurde, und keine normale Beziehung zu ihm hatte.
Der Marquis, an eine Schuld aus Kindertagen erinnert, deutet Carlos „nach einigem Stillschweigen“ eine Gelegenheit an, dass er Elisabeth hier auf dem Land ungestört sprechen könne. Der Marquis geht ab, um das Treffen vorzubereiten (will die Königin als Helferin für Rettung Flanderns gewinnen).
3. Szene (Die Hofhaltung der Königin in Aranjuez)
Im Landhaus der Königin (Elisabeth von Valois, Tochter Heinrichs II. und Katharinas von Medici) erweist sich die Königin als dem Landleben, der Natur verbunden; sie unterhält sich mit Prinzessin Eboli und Marquise von Mondekar über einen Freier der Eboli. Die Königin sichert der Eboli zu, dass diese den vom König begünstigten Mann nicht heiraten muss, wenn sie ihn nicht liebt.
Elisabeth, auch hierin eher natürlich, will als Mutter ihre Tochter sehen; Marquis von Posa wird gemeldet wird – die Etikette verbietet seinen Besuch nicht.
4. Szene
Die Königin empfängt den Marquis und fragt ihn nach Nachrichten über ihre Mutter; Posa und Elisabeth kennen und schätzen sich. Sie kann ihn unbemerkt nach Karlos fragen. Statt einer Antwort erzählt der Marquis die verfremdete Geschichte einer unglücklichen Liebe (Guelfen und Ghibellinen), bei der Pietro, der Onkel der Braut Mathilde, diese dem Bräutigam Fernando wegschnappt und dieser verzweifelt – eine Anspielung auf die Verhältnisse im königlichen Hause, wie die Königin bemerkt, da der Marquis mit diesem Fernando noch befreundet ist.
Elisabeth möchte, dass die Geschichte damit zu Ende ist, fragt dann aber indirekt nach Karlos‘ Situation. Posa nutzt die Gelegenheit, um die sich erschreckende Königin auf das Treffen mit Karlos vorzubereiten.
5. Szene
Karlos trifft Elisabeth, die als Königin nach der Hofetikette wie eine Gefangene gehalten wird, und bekennt seine Liebe. Beiden ist klar, dass Carlos sein Leben riskiert, wenn er allein bei ihr entdeckt wird. Elisabeth erklärt ihm, dass sie den König respektiert, aber nicht liebt; sie will an ihrer Ehe festhalten. Sie liebt niemanden mehr und erklärt sarkastisch, dass der Sohn als König neues Recht setzen und dem toten Vater als Mann nachfolgen „kann“, dass dies aber ein Frevel wäre. Sie ermahnt Karlos, ein Mann zu werden und zu entsagen; er solle seine große Liebe seinen Untertanen zu schenken (als seiner zweiten Liebe). Karlos verspricht ihr, es zu versuchen. Als der König kommt, muss Karlos fliehen; Elisabeth gewährt ihm ihre Freundschaft und gibt ihm als ihren Auftrag die ihr von Posa überreichten Briefe aus den flandrischen Provinzen.
6. Szene
Der König trifft seine Frau allein an, er ist erzürnt darüber. Als Philipp nachfragt, erklärt Elisabeth, sie habe die eine Hofdame, Prinzessin Eboli, für eine Besorgung fortgeschickt; die zweite, die Marquise de Mondekar, wird vom König mit zehn Jahren Verbannung aus Madrid bestraft. Die Königin tröstet sie mit einem Geschenk, sie wünscht sich nach Frankreich zurück.
Der König fragt nach dem Knaben Karlos und kündigt an, die Ketzerei in den Niederlanden (Ausbreitung des Protestantismus, was auch politische Freiheitsbestrebungen signalisiert) blutig ausrotten und nach Madrid zu reisen, um dort einem Autodafé zuzusehen.
7. Szene
Der Marquis von Posa berichtet Don Karlos, dass Herzog Alba gerade zum Gouverneur ernannt sei. Karlos hat sich wegen Elisabeths Wink entschlossen, seinem Vater als Vater gegenüberzutreten und von ihm Albas Amt für sich selber zu fordern, um die Provinzen zu retten.
8. Szene
Graf Lerma gibt Carlos den Auftrag, seinem Vater nach Madrid zu folgen.
9. Szene
Karlos und der Marquis von Posa sind allein; Karlos möchte gegen die Etikette mit Posa in Brüderlichkeit und Gleichheit verbunden sein. Der Marquis macht Karlos darauf aufmerksam, später als Erbe seines Vaters ein großes Reich führen zu müssen. Ihre Freundschaft aus Kindertagen könne nicht mehr fortbestehen, da Karlos absolut regieren müsse und der Marquis (Roderich) als Bürger dies nicht akzeptieren könnte. Karlos entgegnet ihm, er sei mit seinen 23 Jahren noch nicht dem Laster der Könige verfallen und könne deshalb Mensch bleiben; er bittet den Marquis um den Fortbestand ihrer Freundschaft, bietet ihm das „Du“ an und macht ihn zum Gleichen, der zu ihm, auch wenn er selbst König ist, offen sprechen soll.
Mit diesem Freund und Bruder traut er sich, sein Recht beim König einzufordern: „Arm in Arm mit dir, So fordr’ ich mein Jahrhundert in die Schranken.“

2. Akt: Im königlichen Palast zu Madrid – Steigen der Handlung / Entwicklung der Intrigen

1. Szene
Karlos hat die Möglichkeit mit seinem Vater zu sprechen; Karlos setzt es mit einer Beleidigung Albas durch, den König als seinen Vater allein zu sprechen.
2. Szene
Karlos ist entschlossen, alles zu tun, um den Befehl über die niederländischen Provinzen zu bekommen. Zunächst bittet er seinen Vater um Versöhnung; er schafft es, den misstrauischen König in seiner Einsamkeit menschlich zu rühren. Er will ferner, weil er nun dreiundzwanzig Jahre alt ist, staatliche Aufgaben übernehmen und an Stelle Herzog Albas nach Brabant geschickt werden, um dort die Ruhe wieder herzustellen. Dies lehnt der Vater jedoch misstrauisch wiederholt ab – Alba sei hart und gefürchtet, er werde den Aufstand der Ketzer niederschlagen; Philipp entscheidet als König, Karlos hält seine Mission für gescheitert.
3. Szene
Philipp und der Herzog von Alba besprechen letzte Details der Mission in Flandern. Am Ende des Gesprächs deutet Philipp an, dass Karlos dem Thron nun näher steht als bisher, was dieser aber nicht weiß.
4. Szene (Ein Vorsaal vor dem Zimmer der Königin)
Karlos empfängt durch einen Pagen der Königin einen Brief mit einem Schlüssel; zögernd erklärt der Page, dass der Brief von einer Dame stammt, die lieber erraten als genannt sein wolle. Karlos missversteht die Situation und glaubt, dass die Königin ihn liebt und ihn treffen will. Er beschwört den Pagen, keinem Menschen etwas davon zu erzählen.
5. Szene
Herzog Alba verabschiedet sich von Karlos und versucht als Realist zu erklären, dass in Brabant und überhaupt zur Stabilisierung der Macht Gewalt nötiger ist als Menschlichkeit; Karlos deutet an, dass Alba schon Todesurteile im Voraus mitnehme, weshalb er selber froh sei, mit dem Auftrag nichts zu tun zu haben. Alba provoziert Karlos – beide beleidigen sich, ohne lange zu zögern (in Fortsetzung der Konfrontation von II 1). Der Dialog endet in einem Duell beider Kontrahenten, das Karlos gefordert hat.
6. Szene
Die Königin tritt ins Zimmer und unterbricht das Duell – Karlos gehorcht auf der Stelle. Danach bittet sie Alba zum Gespräch.
7. Szene (Ein Kabinett der Prinzessin von Eboli)
Im Kabinett der Prinzessin Eboli berichtet der Page ihr über die Abgabe des Briefs sowie das Gespräch zwischen ihm und Karlos. Die Prinzessin wundert sich, dass Karlos offensichtlich Angst davor hat, der König könne Kenntnis vom geheimen Treffen erlangen; sie kann sich das vermeintliche Wissen des Prinzen (um eine ihrer Geschichten) nur mit seiner Liebe erklären. Ungeduldig erwartet sie sein Kommen.
8. Szene
Die Szene der Missverständnisse: Karlos denkt, der Brief sei von der Königin, Eboli denkt, Karlos liebe sie und versuche es nur zu verbergen. Das Gespräch zeigt ihr, wie verschlossen Karlos in Liebesdingen ist, so dass sie ratlos bleibt. Sie nennt alle vermeintlichen Liebesbezeugungen, die sie von Karlos erhalten hat, aber er versteht sie nicht. Schließlich verstehen sie beide nichts mehr.
Eboli setzt alles auf eine Karte, damit Karlos ihr hilft: Sie erzählt ihm, dass man sie mit einem Grafen verheiraten will, den sie nicht liebt, und dass ihre Unschuld bedroht ist – als Beleg zeigt sie ihm einen Brief. Als sie Karlos von ihrem Vorsatz erzählt, ihre Liebe nur an einen, den sie auch liebt, zu verschenken, bewundert er dies sehr. Sie beklagt, dass sie nicht geliebt wird – er versichert ihr, sie werde geliebt. Ein Missverständnis folgt auf das andere. Sie bietet ihm ein heimliches Liebesverhältnis an; er begreift endlich das Missverständnis. Beide sind verwirrt, Karlos redet sich heraus, Eboli ist beleidigt. Karlos behält den belastenden Brief des um die Eboli werbenden Königs und glaubt, Elisabeth sei jetzt frei.
9. Szene
Prinzessin Eboli denkt über das Gespräch nach (Monolog). Sie begreift, dass Karlos die Königin liebt und sich von ihr eingeladen wähnte, und schließt daraus, dass die Königin ebenfalls untreu ist. Von beiden tief enttäuscht, will sie sich rächen und dem König davon berichten.
10. Szene (Ein Zimmer im königlichen Palaste)
Herzog Alba berichtet Pater Domingo, es habe eine heftige Diskussion und einen Schwertkampf mit Prinz Karlos gegeben; dabei habe sich die Königin verdächtig gemacht, weil nur auf einen Wink von ihr Karlos sich mit ihm versöhnen wollte. Sie möchten den König misstrauisch machen, dass es ein Verhältnis zwischen Elisabeth und Karlos gebe. Beide fürchten Gefahr durch Karlos – Alba für den autoritären Staat, Domingo für die ebenso autoritäre Kirche der Inquisition: Karlos werde Regent sein, aber er denke und wolle Individualität und Menschlichkeit. Auch die Königin scheint mit Karlos verbündet – sie hängt ebenfalls den gefährlichen neuen Ideen an.
Domingo offenbart seine Intrige: Sie wollen als Informantin des Königs die Prinzessin Eboli verwenden, an der der König interessiert ist. Domingo ist als Kuppler schon länger tätig; Eboli soll den Wünschen des Königs (und damit Domingos Plänen) entgegenkommen, die Französin (Lilien von Valois) zerstören und dann selbst Königin – im Sinne von Alba und Domingo – werden. Eboli hat ihn gerade zum Gespräch geladen.
11. Szene
Pater Domingo trifft Prinzessin Eboli, die ihm erklärt, sie habe nun gute Gründe, den König doch zu erhören; dies habe aber nichts mit dem Wunsch der Kirche (und damit Domingos) zu tun. Bisher habe sie gedacht, Elisabeth sei eine treue Gattin, aber sie wisse, dass dies nicht stimmt. Sie will sich rächen und Elisabeth als Scheinheilige entlarven. Domingo ruft Herzog Alba hinzu.
12. Szene
Domingo und Alba beratschlagen mit Eboli, wie das Gespräch mit Philipp vorbereitet werden müsse. Eboli könnte in der Königin Schatulle Briefe von Karlos suchen, die die Untreue der Königin belegten. Eboli wird Philipp erhören; sie werde einfach für ein paar Tage „krank“ [dass Gräfin Fuentes diese „Krankheit“ durchschaut hat, sieht man in IV 1]; dann bleibe sie allein in ihrem Zimmer, dann könne der König zu ihr kommen.
13. Szene
Alba und Domingo sind sich ihres Sieges sicher.
14. Szene (In einem Kartäuserkloser)
Karlos wartet in einem Kloster auf Posa.
15. Szene
Karlos und der Marquis von Posa treffen sich. Karlos berichtet seinem Freund, dass nicht er nach Flandern gehen wird, sondern Herzog Alba vom König dorthin geschickt werden soll. Der Marquis ist entsetzt. Karlos zeigt ihm den Brief des Königs an die Prinzessin Eboli und beschreibt seine neu erwachten Hoffnungen auf die Königin. Auch berichtet er von dem Liebesmissverständnis zwischen sich und Eboli.
Posa warnt Karlos vor der verschmähten Prinzessin und erklärt den Unterschied zwischen der angeborenen Tugend und Charakterschönheit Elisabeths und der nur aus strategischen Gründen demonstrierten Tugend der Eboli. Karlos verteidigt die Eboli und will Elisabeth unbedingt sprechen.
Posa zerreißt den verräterischen Brief des Königs; er macht Karlos Vorwürfe, sich nicht mehr um das Wohl der ausgebeuteten Provinzen zu kümmern, sondern alles seinem Egoismus unterzuordnen. Als Karlos zerknirscht ist, entschuldigt Posa ihn und verspricht ihm, dass er die Königin sprechen darf: „Erinnre dich an Flandern!“ Die Königin soll seinen neuen Plan Karlos übermitteln; der will Posa in allem gehorchen. – Karlos warnt Posa noch vor der Kontrolle der Post nach Brabant.


3. Akt: Das Schlafzimmer des Königs – Wende 

(Je länger ich über das Drama nachdenke, desto skeptischer bin ich gegen das Etikett „Höhepunkt / Wende“. Es liegt keine Wende zum tragischen Ausgang vor, im Gegenteil – Posa scheint durch seine Karriere seine Ziele verwirklichen zu können. Es gibt auch keinen Höhepunkt des dramatischen Geschehens, eher einen Neubeginn nach II 15! Ein Höhepunkt ist III 10 insofern, als Posa dort seine politische Vision von der Gedankenfreiheit der Bürger vorträgt. N.T.)

1. Szene
Der König ist spät in der Nacht allein wach und vermutet aufgrund dessen, was er  in Papieren (offenbar Briefe Elisabeths) gelesen hat, diese betrüge ihn.
2. Szene
Der König ist aufgewühlt. Graf Lerma kommt zu ihm und erhält den Auftrag, die Wachen im Flügel der Königin zu verdoppeln; danach deutet der König an, dass er glaubt, seine Frau betrüge ihn. Lerma beteuert seinen Glauben an ihre Unschuld.
3. Szene
Der König zeigt Herzog Alba die Liebesbriefe aus der Schatulle der Königin; dieser bestätigt, dass er den Schreiber kennt. Er nennt als Beweis dafür, dass der Infant (Karlos) und die Königin sich lieben (schließlich hat der König Karlos die Verlobte weggeschnappt), die Beobachtung, dass die beiden sich heimlich im Garten in Aranjuez getroffen haben. Der König bleibt letztlich gegen Albas Verdacht misstrauisch.
4. Szene
In einem Gespräch informiert Domingo den König geschickt über das Gerücht, dass das Kind, welches die Königin bekommen hat (die Infantin), wegen einer schweren Verwundung des Königs damals nicht von ihm stammen könne; rhetorisch streut er aber immer wieder Zweifel am Gerücht ein. Da jedoch nach der Geburt der Tochter dies von Domingo als Wunder gepriesen wurde, bezweifelt Philipp dessen Ehrlichkeit. Der König wittert ein Komplott der beiden und fragt, ob sie auch den Mut hätten, ihre Vorwürfe öffentlich vorzutragen (Alba ja!).
5. Szene
Der König überlegt, wer von seinen Untergebenen unabhängig genug ist, ihm die Wahrheit zu sagen, und kommt auf den Marquis von Posa, weil dieser als einziger aus seinen Verdiensten nicht habe Profit ziehen wollen.
6. Szene (Der Audienzsaal)
Don Karlos, der Prinz von Parma, die Herzöge von Alba, Feria und Medina Sidonia warten im Audienzsaal auf den Beginn der Unterredung. Medina Sidonia befürchtet eine Bestrafung, weil er die Armada vor England (und damit die Seeherrschaft Spaniens) verloren hat. Karlos spricht ihm Mut zu.
7. Szene
Als der König eintritt, erledigt er Regierungsgeschäfte; er verzeiht Sidonia den Untergang der Armada und fragt nach dem Marquis von Posa. Aus den Antworten, die er erhält, kann er schließen, dass der Marquis ein außergewöhnlicher Mensch sein muss und offenbar keine Neider hat; er will ihn sprechen.
8. Szene (Das Kabinett des Königs)
Herzog Alba berichtet dem Marquis im Kabinett, dass der König ihn sehen will, und mahnt ihn, seine Chance zu nutzen.
9. Szene
Der Marquis überlegt, warum der König ihn sehen will; er führt es auf Zufall (als Wink der Vorsehung) zurück und will diesen in seinem Sinne (Flandern!) nutzen.
10. Szene
Der Marquis von Posa erklärt dem König auf dessen Nachfrage, warum er sich vom Hof fernhalte, dass er „nicht Fürstendiener sein“ kann, weil er die Menschheit liebt; als Diener des Königs dürfte er jedoch nur sich selbst lieben. Er lehnt einen Posten ab, weil er so nur als Diener die Macht der Krone verbreiten kann. Das will er jedoch nicht; er nimmt für sich das Recht in Anspruch, selbstständig zu wirken („Künstler“) – diese Idee von Glück und eigenständigem Denken liefen jedoch dem absoluten Herrschaftsanspruch Philipps zuwider. Er beruhigt den König, dass dieses Jahrhundert noch nicht reif ist für seine Ideen (Neuerungen, selber denken), sie stürben mit ihm. (Er verschweigt, dass er Karlos schon seine Ideen eingepflanzt hat und diesen überzeugt hat, sich der unterdrückten Provinzen annehmen zu müssen.)
Der König ist zunächst skeptisch und vermutet einen Trick Posas. Der gibt zu, dass der König in jeder Rede nur Schmeichelei sehen kann, weil die Menschen in seiner Umgebung sich selbst auf diese unfreie Stufe gestellt hätten. Deshalb müsse Philipp auch so eine niedrige Meinung von der Menschenwürde haben. Als König von Gottes Gnaden verwandele er die Menschen in seine Kreaturen, über die er sich als „Gott“ erhebe – und sei in Wahrheit selbst nur ein Mensch mit allen menschlichen Bedürfnissen. Einen Gott aber fürchten die Menschen, deswegen blieben die Bedürfnisse des Königs als Mensch auf der Strecke; diesen Preis – die Einsamkeit – müsse er dafür zahlen.
Dann (ermutigt durch den König) kommt er auf sein dringendstes Anliegen zu sprechen: die unterdrückten flandrischen Provinzen. Er verstehe, dass Philipp so brutal sein muss (Machterhaltung), aber dass die späteren Jahrhunderte mehr von Menschlichkeit geprägt sein würden. Philipp verteidgt sich, Spanien sei wegen der Ordnung aufgeblüht, diese Ordnung soll auch in Flandern sein. Posa spricht dagegen von Friedhofsruhe. Philipp könne sich nicht der allgemeinen Erneuerung entgegenstemmen, die Folgen seien jetzt schon zu sehen – viele der besten Bürger flöhen nach England und stärkten die dortige Wirtschaft. Die Menschheit werde in Zukunft ihr geheiligtes Recht einfordern. Der Marquis fordert von seinem König darum etwas Revolutionäres: „Geben Sie Gedankenfreiheit!“ Dabei wirft er sich Philipp zu Füßen (im Widerspruch zu seiner Argumentation). Posa argumentiert weiter: Die Natur, Gottes Schöpfung, sei durch Freiheit so reichhaltig und vielfältig geworden. Er fordert Philipp auf, diese Freiheit den Bürgern zurückzugeben, der Herrscher eines glücklichen Volkes zu werden.
Philipp hält sein eigenes Handeln für richtig auf Grund seiner Lebenserfahrung (Greis) – er selbst warnt Posa vor der Inquisition. Doch dann erlaubt er ihm allein, frei zu denken. Er nimmt Posa in seinen Dienst.
Das Gespräch kommt auf des Königs eigentliches Anliegen: die Wahrheit über Frau und Sohn. Philipp weist auf die Beweise der Untreue hin, aber nennt auch seine Zweifel an den Überbringern dieser Beweise (Eboli, Domingo, Alba) wegen deren Hass auf Carlos. Er hält Posa für einen unbestechlichen und klugen Menschen und macht ihn zum Spion bei Carlos und bei der Königin, um wirkliche Beweise zu finden oder die vorhandenen zu entkräften. Posa ist begeistert, dass er freien Zugang zur Königin erhält, und möchte noch ein Anliegen vortragen – Philipp beendet das Gespräch und gewährt ihm auch uneingeschränkten Zugang zum König.

4. Akt: Saal bei der Königin – retardierendes Moment
(Hier erfolgt in Wahrheit der Umschwung, also die Wende, nachdem Posa in IV 12 den Höhepunkt seiner Macht erreicht hat!)

1. Szene

Die Königin spricht mit ihren Hofdamen, der Schlüssel ihrer Schatulle ist weg; Eboli ist wieder da, nur die Königin weiß nicht, was los war. Posa wird gemeldet.
2. Szene
Posa tritt ein.
3. Szene
Die Königin wundert sich, dass Posa im Dienst des Königs ist. Er überbringt den Auftrag vom König, den Botschafter von Frankreich nicht zu empfangen.
Elisabeth fragt nach den Vollmachten Posas und bezweifelt, ob gute Zwecke böse Mittel heiligen. Er übergibt ihr einen Brief des Prinzen; er möchte, dass die Königin diesen darin bestärkt, den unterdrückten Flamen zu helfen. Sie soll Karlos den (zweiten) Plan Posas enthüllen: Karlos soll ungehorsam gegen den König werden, indem er heimlich nach Brüssel geht und eine Rebellion anführt. Egmont und Wilhelm von Oranien (Statthalter niederländischer Provinzen, Führer der Adligen und des Aufstandes der Niederlande) stehen auf seiner Seite; zu handeln sei auch für Karlos erforderlich. Die Königin ist begeistert, sie will ebenfalls die Freiheit für Brabant. Sie sichert auch noch Frankreich und Savoyen als Verbündete und steht als stille Helferin bereit.
4. Szene (auf der Galerie)
Graf Lerma, Oberst der Leibwache, berichtet Karlos, dass sein Freund Posa der neue Günstling des Königs ist und freien Zugang zur Königin hat (was noch nie da war); er warnt ihn vor Posa, doch Karlos weist die Warnung zurück.
5. Szene
Auf die Fragen von Karlos nach dem Gespräch mit dem König weicht Posa (mit Lügen) aus; er übergibt Carlos die Zeilen der Königin, in denen sie ihn um seine Bereitschaft zu einer Tat bittet. Karlos ist zerstreut, unsicher, liest zunächst nicht einmal die Zeilen der Königin.
Posa erbittet von Carlos seine gesamte Brieftasche nebst Inhalt, die dieser ihm auch sehr zögerlich überreicht. Argument Posas: Sie darf nicht in falsche Hände fallen. Angst Karlos’, ob sein Vater ihn durch Posa bespitzelt.
6. Szene
Monolog Posas über Karlos‘ Zögern: Er rechtfertigt seine Unaufrichtigkeit, er wolle Karlos vor Verstrickungen bewahren.
7. Szene
Philipp prüft im Kabinett an seiner kleinen Tochter und dem Medaillon, ob er oder Karlos der Vater ist.
8. Szene
Die Königin wird angekündigt, ist Philipp aber in diesem Moment nicht willkommen.
9. Szene
Die Königin berichtet Philipp aufgebracht vom Diebstahl ihrer Briefe aus ihrer Schatulle. Ohne sich vom König Vorwürfe machen zu lassen, erklärt sie ihm, dass es sich um die von beiden Königshöfen gestatteten Briefe von Carlos aus ihrer Verlobungszeit, also vor der Hochzeit mit Philipp, und um ein mitgeschicktes Medaillon handelt. Als sie die Kleine damit spielen sieht, ist ihr klar, wer der Auftraggeber des Diebstahls ist. Während der folgenden Auseinandersetzung macht sie dem König klar, dass sie völlig unschuldig ist und dass sie es in Aranjuez nicht nötig hat, wegen Karlos‘ Besuch wie eine Delinquentin vor dem gesamten Hofstaat verhört zu werden. Als der König immer eifersüchtiger wird, ihr droht und die Tochter zurückstößt, nimmt sie diese auf den Arm, hofft auf Hilfe aus Frankreich, geht weg und bricht an der Tür zusammen; sie blutet. Der König bef&¨rchtet den Skandal mehr als die Verletzung der Königin.
10. Szene / 11. Szene
Philipp macht Alba und Domingo heftige Vorwürfe wegen ihrer falschen Anschuldigungen. / Er empfängt Posa unter Zurücksetzung Albas.
12. Szene
Dieser zeigt dem König einige Briefe von Karlos und auch den Liebesbrief der Eboli, die er aus dessen Brieftasche entnommen hat. Wie Posa es geplant hat, erkennt der König das Komplott der Eboli, die Königin bei ihm anzuschwärzen; Posa beteuert, dass diese und Karlos kein Verhältnis miteinander haben, aber dass die Königin politische Ziele bzgl. Flandern habe, für die sie Karlos einspannen wolle. Er erhält das Recht, dies zu untersuchen, sowie einen geheimen Haftbefehl für Karlos.
13. Szene (Galerie)
Lerma berichtet Karlos von dem Zusammenbruch der Königin und davon, dass Posa der neue mächtige Günstling des Königs ist, der diesem sogar die Brieftasche von Karlos übergeben habe. Karlos ist verzweifelt über den vermeintlichen Verrat des Freundes – er denkt, Posa habe ihn wegen seiner höheren Ziele, dem Glück der Menschheit, geopfert – und will die Königin wegen der kompromittierenden Briefe warnen.
14. Szene (Zimmer der Königin)
Alba und Domingo versuchen vergeblich, Posa bei der Königin als Dieb der Briefe anzuschwärzen und sich als ihre treuen Helfer darzustellen – sie fertigt sie ironisch ab.
15. Szene / 16. Szene / 17. Szene (Zimmer der Eboli)
Karlos bittet die Prinzessin Eboli bei ihrer Liebe, ihn zu seiner Mutter zu lassen. Posa stürzt hinzu, will irgendwelche unklugen Äußerungen von Carlos verhindern und lässt ihn verhaften.
Er bedroht Eboli mit dem Tod, nichts zu erzählen, aber schließlich verabscheut er einen Mord; er hat offenbar noch einen anderen Plan.
18. Szene  (Zimmer der Königin)
Elisabeth fragt nach der Unruhe im Palast.
19. Szene / 20. Szene
Eboli teilt der Königin die Verhaftung von Karlos durch Posa mit; sie gesteht, dass sie schuldig ist, weil sie die Briefe aus der Königin Schatulle gestohlen habe; dass sie Elisabeth angeklagt hat, weil sie selber Karlos vergeblich liebte; dass sie selber mit dem König geschlafen hat. / Deswegen wird sie im Auftrag der Königin in ein Kloster verbannt.
21. Szene
Gespräch der Königin mit Posa – Posa gesteht der K&¨nigin, dass alle seine Pläne gescheitert sind, weil er so vermessen war, den Zufall nicht einzukalkulieren. Karlos sei für den Moment gerettet, aber er müsse sofort fliehen. Posa will sich für ihn opfern, aber er erlegt der Königin auf, Karlos an den gemeinsamen Eid mit ihm zu erinnern; er solle Posas und seinen Traum von einem neuen Staat wahr machen. Einer von beiden sei verloren, und er will sich opfern; die Königin solle Karlos mit ihrer Liebe bei der Umsetzung der politischen Pläne weiter unterstützen.
Er selber habe Karlos‘ Liebe zur Königin geschürt und ihm das wahre Ziel seiner Liebe erklären wollen; Elisabeth wirft ihm vor, sie als Frau übersehen zu haben. Er habe selber nur bewundert werden wollen.
22. Szene / 23. Szene / 24. Szene (Vorzimmer des Königs)
Niemand darf zum König. Der Oberpostmeister von Taxis überbringt dem König einen abgefangenen Brief Posas, den dieser nach Brüssel geschickt hat (um den Verdacht von Karlos abzuwenden). Die Höflinge sind verstört über die Verhaftung des Prinzen und über die Reaktion des Königs auf Posas Hochverrat. Alba wird zum König gerufen, Posa hat zum König nicht mehr direkten Zugang. – Der König hat geweint.
Eboli wird von Domingo an der Aufklärung ihrer Intrige gehindert; Alba stürzt aus des Königs Zimmer und verkündet: Der Sieg ist unser. Dann geht er mit den alten Granden zum König.


5. Akt: Zimmer im Palast – „die Katastrophe“

(Es ist problematisch, ohne Erklärungen von einer Katastrophe zu sprechen; zwar sterben die Helden des Stücks, aber Karlos ist reif geworden und hat sich selbst gefunden, während er in II sein Ziel nicht erreicht hat und ab II 15 von Posa an die Seite geschoben worden war. Posa büßt seine Fehler mit dem Opfertod und vollendet so seine Freundschaft. – Fazit: Das Schema der 5 Akte nach G. Freytag passt nicht problemlos auf dieses Drama.)

1. Szene
Karlos ist allein, eingeschlossen und von Offizieren bewacht.
Posa tritt ein und schickt die Offiziere weg. Im Gespräch zeigt sich, dass Karlos meint, Posa wolle Karriere machen, um seine politischen Pläne umzusetzen und Spanien die Freiheit zu bringen. Er hat akzeptiert, dass der Freund ihn und auch die Königin geopfert hat. – Posa ist über das Missverst&¨ndnis erschüttert und zeigt ihm die kompromittierenden Briefe, die er dem König gar nicht gegeben hat. Er erklärt dem Freund, dass er Karlos nur zu seinem Schutz verhaftet hat, damit dieser nicht wieder falschen Menschen vertraut (Eboli). – Da erwacht Karlos „wie aus einem Traume“.
2. Szene
Alba kommt, um Karlos freizulassen, die Verhaftung sei nur ein Versehen des Königs gewesen. Karlos verlangt stolz, dass der König selbst bzw. das hohe Gericht der Cortes ihn freispricht.
3. Szene
Posa enthüllt Karlos jetzt alle seine Überlegungen und beklagt auch seinen eigenen Fehler, allein gehandelt zu haben; als er sah, wie falsch die Eboli war, habe er mit den nicht kompromittierenden Briefen die Eifersucht des Königss besänftigen können. Doch er habe nicht mit dem Zufall gerechnet – dass Lerma Karlos vor seinem angeblichen Verrat warnen würde. Auch sah er Karlos schon wieder der Eboli etwas anvertrauen – deshalb die Verhaftung. Schließlich habe er den verräterischen Brief nach Brüssel geschrieben, der gezielt abgefangen werden sollte, damit Karlos außer Gefahr sei und ihr gemeinsames Werk, die Rettung Flanderns, fortsetzen könne.
Karlos ist gerührt und möchte für beide beim Vater fürsprechen, da wird Posa aus dem Hinterhalt erschossen.
4. Szene
Karlos ist fassungslos, da kommt der König selbst mit allen Großen, will ihn als Sohn umarmen und ihn freilassen. Karlos stößt ihn zurück und enthüllt Posas wahre Motive: „Für mich ist er gestorben.“ Er macht seinem Vater den Mord an Posa zum Vorwurf und erklärt, dass er sich von ihm lossagt.
5. Szene
Man meldet Philipp einen Aufstand in Madrid wegen Karlos’ Gefangennahme. Der König ist fassungslos von den Enthüllungen und handlungsunfähig; er gibt sich auf. Alba macht sich auf, den Aufstand niederzuschlagen.
6. Szene
Der Leibarzt der Königin bittet Karlos zu ihr wegen eines von Posa hinterlassenen Auftrags; Karlos soll sich als Geist Kaiser Karls verkleiden, damit ließen ihn die abergläubischen Wachen vorbei. Erst als dieser Besuch als Auftrag Posas deklariert wird, ist Karlos dazu bereit.
7. Szene
Graf Lerma warnt Karlos vor der Rache des Königs und bittet ihn, schnell nach Brüssel zu fliehen; er gibt ihm auch Waffen und schickt ihn zum Kartäuserkloster. Die Königin habe den Aufruhr veranlasst, damit Karlos’ unbehelligt fliehen kann. Lerma bittet, er solle seinem Volk den  Frieden bringen, aber nicht Gewalt gegen seinen Vater anwenden. Er huldigt ihm als neuem König.
8. Szene
(Vorzimmer des Königs)
Alba hat Briefe Posas abgefangen, die dessen Freiheitspläne enthüllen: Karlos sollte von Cadiz mit einem Schiff nach Vlissingen fliehen und dort die Revolte gegen Spanien anführen; die Mittelmeerländer wollen Spanien unter der Führung der Türken angreifen. Posa habe wegen des Freiheitskampfes für die Niederlande wohl das Mittelmeer als Malteserritter bereist und Verbündete gefunden. Auch ist in diesen Briefen von einer Unterredung des Prinzen mit seiner Mutter am selben Abend zwecks Fluchthilfe die Rede.
9. Szene
Philipp trauert darum, dass Posa wegen Karlos und wegen seiner hohen Ideale in den Tod gegangen ist, dass er aber Philipps Freundschaft, sein Vertrauen und die Macht zurückgewiesen hat. Er will sich an der Menschheit rächen, weil Posa diese ihm vorgezogen hat, und Posa als lächerlichen Spinner dastehen lassen; er will sich selbst behaupten. Alba informiert ihn kurz über den Inhalt der Briefe; ein Offizier meldet, dass die Wachen bei der Königin den Geist Karls (V.) gesehen haben, der in den Zimmern der Königin verschwunden sei. Der König bittet den Großinquisitor des Königreiches zu sich und will danach den „Geist“ sprechen.
10. Szene
Der Großinquisitor, ein 90jähriger blinder Greis, und der König
Der Großinquisitor eröffnet Philipp, dass er dank des kirchlichen Überwachungssystems schon von allen Plänen Posas wusste und diesen ‚an der langen Leine’ geführt habe. Da der König sich aber nicht sofort mit der Inquisition verbündet hat, habe die Kirche geschwiegen. Er macht dem König den Meuchelmord an Posa ebenfalls zum Vorwurf, weil dieser dadurch der Rache der Inquisition entzogen worden ist und man nun dessen Ideen nicht mehr der Lächerlichkeit preisgeben kann. Er macht Philipp auch zum Vorwurf, dass er mit Posa überhaupt über seine Ideen diskutiert hat, statt ihn sofort der Inquisition zu übergeben; Philipp setzt sich gegen den anmaßenden Ton zur Wehr.
Philipp habe sich auch dadurch an den Lehren der Kirche vergangen, dass er als Monarch auf einen Menschen hoffte; der Tod Posas sei also ebenfalls eine Strafe für Philipp. Philipp bekennt seine Schwäche als Mensch – der Großinquisitor legt ihn auf seine Position „der Erde Gott“ fest. Der Großinquisitor sieht sein Werk – totale Macht und Kontrolle in Gottes Namen – in Gefahr. Philipps Frage, ob es mit dem Glauben zu vereinbaren sei, wenn er gegen die starke Stimme der Natur seinen Sohn sterben lässt, beantwortet der Großinquisitor mit dem Beispiel Gottes, der seinen Sohn auch ans Kreuz habe schlagen lassen. Er verlangt, dass Philipp Karlos der Inquisition übergibt.
11. Szene
(Zimmer der Königin)
Karlos ist im Mönchsgewand bei der Königin. Sie erinnert ihn an Posas Vermächtnis, Helfer der Niederlande bei ihrem Freiheitskampf zu sein, das er begeistert erfüllen möchte. Die Königin will jetzt auch mutig zu ihrer Liebe stehen, doch Carlos entsagt; er ist reif und erwachsen geworden und will Posas Auftrag erfüllen. Er erinnert die Königin an ihre Pflichten Philipp gegenüber, der einen Sohn verloren hat. Elisabeth bewundert Karlos in seiner neuen Größe. Da taucht der König mit dem Inquisitor auf und Karlos’ Schicksal ist besiegelt.

Weitere Inhaltsangaben zum Stück:
http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/klassik/schiller/doncarlos/1/inhalt.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Don_Carlos_%28Schiller%29

Das Lehrerheft zu „Don Karlos” ist im Verlag Krapp & Gutknecht erschienen.

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