Der kleine Bär

Diese von Else Holmelund Minarik erfundene Gestalt (1957, wenn ich es richtig sehe) ist wesentlich klein, also voll naiver Hoffnungen, und von anderen Kleinen umgeben, wird aber von einer lieben Mutter und einem klugen Vater begleitet – und man kann es als Leser dadurch ertragen, dass die Wünsche des kleinen Bären nicht in Erfüllung gehen werden und dass man trotzdem nicht verzweifeln muss, weil in der Spannung der beiden Perspektiven (kleiner Bär – Eltern) sich ein objektiver Humor zeigt, dessen Weisheit mich berührt.
Das schönste der Bücher aus dieser Reihe ist für mich „Vater Bär kommt heim“ (1959). Die Bücher sind im Verlag Sauerländer immer wieder aufgelegt worden. Wer sich und seinen Kindern etwas Gutes tun will, soll sie ihnen vorlesen, ob die Kinder nun fünf oder zwanzig Jahre alt sind. Und wer keine Kinder hat oder keine mehr im Haus hat, soll sich selber etwas Gutes tun und die Bücher langsam lesen, als ob er sie Kindern vorläse.
Ende 2005 lief auf dem Kinderkanal abends um 18.40 Uhr eine Verfilmung der Erzählungen, aber wie üblich bunt und laut, die zarten Tröstungen überspielend.

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