Mörike: Die Geister am Mummelsee – Analyse

Vom Berge was kommt dort um Mitternacht spät …

Text

http://www.moerike-gesellschaft.de/2010.pdf (dort November: Text mit Kommentar von Reiner Wild)

http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl?cmd=gedichte&sub=show&noheader=1&add=&id=782 (1829)

http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl?cmd=gedichte&sub=show&add=&noheader=1&id=1642 (in „Maler Nolten“)

http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/liebrand_schattenbild/liebrand_schattenbild.html (Text mit Analyse Claudia Liebrands, aus RUB 17508)

http://de.wikisource.org/wiki/Die_Geister_am_Mummelsee

„Im Erstdruck 1829 in der Stuttgarter Damen-Zeitung trägt das Gedicht die Überschrift Der Mummelsee. Gesang zu Zweien; in einer Anmerkung heißt es: ‚Der Mummelsee ist ein merkwürdiger Weiher im Schwarzwald, worüber sich das Volk mit manchen Sagen trägt.‘ So erscheint die Ballade als lyrische Gestaltung einer Volkssage in romantischer Tradition. Jedoch auch im Schattenspiel Der letzte König von Orplid im Roman Maler Nolten, der 1832 erschien, gibt es einen Mummelsee; es war wohl die Lautgestalt des Namens, die Mörike faszinierte. An ihm nun beobachten ‚zwei Feenkinder‘ (und ebenso Ulmon, der tausendjährige König von Orplid) einen ‚Leichenzug von beweglichen Nebelgestalten‘; die Feenkinder erzählen, was sie sehen. Und ihnen wird das Gesehene mit Nebelstreifen, seltsamen Farben im See und mysteriösen Geräuschen zunehmend bedrohlicher; in den daktylischen Versen (im Walzertakt!), in denen sie davon sprechen, wird es zum Totentanz. Die Rede der beiden ist in das Geschehen des Dramas integriert. Der gespenstische Zug ist Vorausdeutung auf den erlösenden Tod Ulmons am Ende von Orplid; die ‚glänzende Frau‘ am Sarg ist seine Gattin Almissa. Ob die Verse zunächst in der nicht erhaltenen Urfassung des Orplid-Spiels von 1825 standen und dann herausgelöst wurden oder ob sie als selbständiges Gedicht geschrieben und erst später in das Stück eingefügt wurden, ist nicht bekannt. Auch das eigenständige Gedicht präsentiert eine dramatische Szene, mit Zwiegespräch und ‚Mauerschau’. Ihm fehlen allerdings die im Drama gegebenen Bezüge; das Geschehen erhält so eine bemerkenswerte Unbestimmtheit, die vielfältige Assoziationen zulässt. In den Vordergrund treten damit die Gestimmtheiten, die das Gesehene in den Sprechern, die nicht mehr näher benannt sind, hervorruft: Neugier, Faszination des Wunderbaren, schließlich Furcht und Schrecken. […]“ (Reiner Wild, s.o.)

1. Strophe: Zwei Sprecher sehen einen Fackelzug um Mitternacht am Berghang.

2. Strophe: Der Zug wird als Leichenzug des Königs erkannt.

3. Strophe: Der Zug geht vom Berg hinunter auf den See.

4. Strophe: Der Zug geht über eine Treppe in den See hinein.

5. Strophe: Wasser und Nebel werden beschrieben.

6. Strophe: Die Gestalten kommen zurück, die Sprecher fliehen entsetzt.

Claudia Liebrand (s.o.) interpretiert die Ballade im Rahmen des Romans „Maler Nolten“ bzw. des Stücks „Der letzte König von Orplid“; sie analysiert auch die rhetorischen Feinheiten des Gedichts, sodass eine weitere Analyse hier überflüssig ist.

Vortrag

http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/mp3s/moerike_mummelsee.mp3 (Maria Hafner)

http://www.heilige-quellen.de/Orte_Baden-Wuerttemberg/Mummelsee/Mummelsee_Seite.html (mäßig)

http://www.youtube.com/watch?v=RR4_yz1Voqs (Hugo Wolf: Laila S. Fischer)

Sonstiges

http://www.literaturcafe.de/die-geister-am-mummelsee-literarische-video-wanderung-seensteig/ (der Mummelsee in der Literatur, dazu ein Film)

http://www.heilige-quellen.de/Orte_Baden-Wuerttemberg/Mummelsee/Mummelsee_Seite.html (der Mummelsee und sein Sagenkreis)

http://cingolani.com/40em.html (engl. Übersetzung)

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