Mohl: Es war einmal Indianerland – Rezension(en)

http://ulfcronenberg.macbay.de/wordpress/2011/04/16/buchbesprechung-nils-mohl-es-war-einmal-indianerland/ (positiv)

http://seitenschnitt.blogspot.de/2012/11/rezension-es-war-einmal-indianerland.html  (positiv, kritische Aspekte)

http://www.rowohlt.de/magazin_artikel/Nils_Mohl_Es_war_einmal_Indianerland.3047672.html (Rowohlt stellt sein Buch vor)

http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-es_war_einmal_indianerlan-3785.html (Jugendliteraturpreis 2012 – Begründung der Jury)

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/jugendroman-es-war-einmal-indianerland-blitz-donner-ruhe-a-770313.html

http://diebuecherdiebin.blogspot.de/2013/05/rezension-nils-mohl-es-war-einmal.html (kritisch)

http://www.lesepunkte.de/archiv/ausgaben/20131/mohl/ (positiv)

http://www.lesebar.uni-koeln.de/rezensionlesen.php?id=471

http://de.wikipedia.org/wiki/Nils_Mohl

http://www.youtube.com/watch?v=4IB4BjPvEzQ (Nils Mohl über sein Buch)

http://www.youtube.com/watch?v=4IB4BjPvEzQ (Interview Nils Mohl)

http://blog.nilsmohl.de/indianerland-2012/ (Interview Nils Mohl)

Nach so vielen durchweg positiven Reaktionen auf das Buch möchte ich zwei Kritikpunkte vorbringen:

1. Zu einem 17jährigen Burschen aus der Großstadt, der das Gymnasium (bzw. die gymnasiale Oberstufe) besucht und boxt, passt die ganze Indianerwelt nicht; ich meine also, dass Zöllners Mord, Kondors Messerattacke und die Fesselung durch die Sombreros aufgesetzt sind und fehlen könnten, ohne dass dem Roman etwas fehlte. Und dass Mauser dann gar noch von Zöllner wieder befreit wird…

2. Die Stückelung der Erzählung ist ebenfalls künstlich aufgesetzt. Begründung: Wir haben einen Ich-Erzähler mit der Ich-hier-jetzt-Perspektive: „Hier im Schwimmbad, inzwischen kurz vor Mitternacht. Einmal falscher Alarm. Keine Razzia. Bislang nicht…“ (S. 30) Ein solches Ich kann nur linear, also zeitlich geordnet erleben (und dementsprechend erzählen), eins nach dem anderen, auch wenn es in seinen Gedanken Ausflüge in die Vergangenheit und Zukunft unternehmen kann – aber eben nur in Gedanken, nicht im Erleben! Für die Stückelung gibt es also weder einen „sachlichen“ [etwa dass ein Herausgeber Fragmente vorgefunden hätte] noch einen zureichenden kompositorischen Grund; sie verwirrt nur um einer vermeintlichen Modernität willen und macht es auch unmöglich, noch einmal zurückzublättern, um etwas nachzulesen – man weiß ja nicht, wo man suchen sollte. Und als Leser muss man sich letztlich doch einen chronologischen Ablauf vorstellen.

Gleichwohl ein interessantes Buch, in dem die Sex-Szenen dezent erzählt werden: Der Ich-Erzähler kennt „Schwellkörper“ und „Sperma“, auch wenn die Mädchen gelegentlich „vögeln“ erwähnen – „vögeln“ passt vielleicht ins Indianerland, „Schwellkörper“ nicht.

Zur Kritik an der Erzähltechnik vgl. http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article121737859/Er-hat-uns-gezeigt-wie-man-heute-erzaehlen-soll.html