Bechstein: Der starke Gottlieb – Analyse

Text:

http://www.hekaya.de/maerchen/der-starke-gottlieb–bechstein_26.html

http://www.zeno.org/Literatur/M/Bechstein,+Ludwig/M%C3%A4rchen/Neues+deutsches+M%C3%A4rchenbuch/Der+starke+Gottlieb

Vgl. das Volksmärchen „Der Bärensohn“ (aus Pommern)

Brüder Grimm: Der junge Riese

Bechstein hat dieses Märchen in „Neues deutsches Märchenbuch“ (1856) breit ausgemalt, drastische und witzige Dialoge eingefügt und an Wortspielen nicht gespart, wie bei ihm üblich. Das Motiv des Helden übernatürlicher Abstammung, der entsprechend über ungewöhnliche Kräfte verfügt, ist prädestiniert, als Schwank ausgebaut zu werden. Ich skizziere die Struktur des Märchens kurz, wobei natürlich die Witze des Erzählers zum größten Teil verschwinden.

Ausgangssituation:

Mit Genehmigung des Rittergutsbesitzers heiratet ein Knecht; er bekommt einen Sohn, Gottlieb, der später auch wie sein Vater in den Dienst des Herrn treten soll.

Geschehen:

  • Damit er stark wird, wird Gottlieb sieben Jahre mit Muttermilch ernährt.
  • Er besteht einer Probe seiner Kraft nicht und wird weitere sieben Jahre mit Muttermilch ernährt.
  • Zur Probe reißt er einen dicken Baum mit einem Finger aus und wird als Knecht angenommen.
  • Er isst allein auf, was als Mahlzeit für alle Knechte gedacht war.
  • Beim Dreschen arbeitet er mit einem Baum und schlägt alles in Grund und Boden hinein.
  • Der Herr macht mit ihm einen geheimen Vertrag um den Lohn.
  • Der Herr gesteht seiner Frau, dass im Vertrag vereinbart wurde, dass Gottlieb seinem Herrn zum Ende seiner Arbeitszeit eine Ohrfeige geben dürfe, worüber die Frau erschrickt.
  • Die Frau unternimmt mehrere Versuche, Gottlieb loszuwerden:
  • (1) Sie schickt ihn in eine Mühle, in der es spukt; Gottlieb vertreibt eine große Katze, verprügelt einen Riesen und mahlt erfolgreich sein Getreide.
  • (2) Der Versuch, ihn beim Reinigen eines Brunnens zu töten, scheitert.
  • (3) Aus einem Spukschloss holt er Geld und besiegt erneut den bereits bekannten Riesen.
  • Der Versuch des Herrn, Gottlieb unter einem Vorwand zu entlassen, scheitert, weil dieser für eine Überschwemmung sorgt und so verhindert, dass die anderen Knechte vor ihm ihr im Wald geschlagenes Holz abliefern können.
  • Der Rittergutsbesitzer stellt einen Schäfer als Ersatzmann, der an seiner Stelle die Ohrfeige bekommen soll; Jakob akzeptiert diesen Vorschlag bedingungsweise.
  • Der Schäfer bekommt eine Ohrfeige, dass er durch die Luft wirbelt und davonfliegt.
  • Der Herr und seine Frau ziehen aus Angst vor Gottlieb fort und überlassen ihm ihr Gut.
  • Gottlieb holt seine Mutter und bereitet ihr zum Dank das schönste Leben.
  • Nach einem Jahr kommt der Schäfer aus der Luft zurück und fällt auf einen großen Heuhaufen, so dass er am Leben bleibt.

Kommentar des Erzählers als Abschluss

 

http://www.maerchen.com/ludwig-bechstein.htm (Bechstein: Deutsches Märchenbuch, 1845)

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_M%C3%A4rchenbuch (Deutsches Märchenbuch, Ausgabe letzter Hand 1857)

http://www.zeno.org/Literatur/M/Bechstein,+Ludwig/M%C3%A4rchen/Deutsches+M%C3%A4rchenbuch (dito)

https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_deutsches_M%C3%A4rchenbuch (Neues deutsches Märchenbuch, 1856)

http://www.zeno.org/Literatur/M/Bechstein,+Ludwig/M%C3%A4rchen/Neues+deutsches+M%C3%A4rchenbuch (dito)

(Ludwig Bechstein: Sämtliche Märchen. Mit Anmerkungen und einem Nachwort von Walter Scherf, 1976)

(Klaus Schmidt: Untersuchungen zu den Märchensammlungen von Ludwig Bechstein, 1935, Nachdruck 1984)

One thought on “Bechstein: Der starke Gottlieb – Analyse

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