Der Kobold und die Ameise

Der Fuchs ist einmal von einem Spaziergang heimgekommen. Er will gerade in seine Höhle hineinschlüpfen, da sieht er: ein Kobold sitzt darin und will ihn nicht hineinlassen.

Da ist der Fuchs zum großen Bären gegangen und hat gejammert: „Ach, lieber Bär, in meiner Höhle sitzt ein Kobold, der lässt mich nicht hinein. Hilf mir, ihn zu vertreiben.“ Der große Bär tröstet den Fuchs und geht mit ihm zur Fuchshöhle tap-tap-tap. Kaum sind sie in der Nähe der Höhle, da hören sie den Kobold brüllen: „Macht, dass ihr fortkommt, sonst fresse ich euch mit Haut und Haar!“ Da ist der Bär ganz schnell heimgegangen tap-tap-tap-tap-tap-tap.

Nun ist der Fuchs zum Wolf gegangen. Der kluge Wolf wollte dem Fuchs auch helfen und ist mit ihm zur Fuchshöhle getrippelt tip-tip-tip. Als sie aber zum Fuchsloch kommen, da hören sie den Kobold schreien: „Schert euch fort oder ich fresse euch.“ Da ist der Wolf auch ganz schnell wieder davon gelaufen tip-tip-tip-tip-tip-tip.

Zu guter Letzt hat doch noch ein Tier dem Fuchs geholfen – ein ganz kleines, eine Ameise. Sie ist leise, ganz leise in die Fuchshöhle hineingekrochen und hat angefangen den Kobold zu zwicken und zu zwacken, so dass er gar nicht mehr still sitzen konnte. Am Schluss hat er es nicht mehr ausgehalten und ist aufgesprungen und auf- und davongelaufen. Jetzt konnte der Fuchs wieder in seine Höhle einziehen.

(http://www.katholische-kindergaerten.de/pdf/kompakt/2003_2.pdf, S. 25)

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