S. Lenz: So zärtlich war Suleyken – vorgestellt

Man kann sein Herz an Siegfried Lenz‘ Erzählungen „So zärtlich war Suleyken“ (1955) verlieren; ein Ich-Erzähler berichtet von den skurrilen Ereignissen in Suleyken, einem Dörfchen in Masuren, das außerhalb unserer Welt und unserer Zeit liegt. Er erzählt in ruhiger, liebevoller Distanz von den Menschen, die allesamt Originale sind – das beginnt mit seinem Großvater, der im Alter von etwa 70 Jahren zu lesen lernte und davon so begeistert war, dass er den Kampf mit dem herannahenden Feind immer wieder aufschob, bis der feindliche General drohend vor ihm stand. Da bat er er sich aus, die letzten zwei Seiten noch lesen zu dürfen, worauf besagter General trotz seiner schrecklichen Drohungen entsetzt die Flucht ergriff.

Voller Seelenruhe sind die Menschen, von denen erzählt wird, ob sie nun klauen oder am Reichtum leiden, den sie durch eine Wette gewonnen haben… Das Glück liegt ganz nahe, wenn man die 20 kurzen Geschichten liest.

https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-52087-9.pdf (Leseprobe)

https://www.youtube.com/watch?v=FHTwaEQ44zw (vorgelesen aus dem Buch)

http://www.zeit.de/1955/45/so-zaertlich-war-suleyken

http://www.belletristiktipps.de/archives/945

http://www.eckhard-ullrich.de/alte-sachen/1496-siegfried-lenz-so-zaertlich-war-suleyken

https://radiergummi.wordpress.com/2014/12/06/siegfried-lenz-so-zartlich-war-suleyken/

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