A. Bennett: Die souveräne Leserin – gelesen

Ein charmantes Buch habe ich gelesen, dessen Titel doppeldeutig ist: Die souveräne Leserin (deutsch 2008, englisch The Uncommon Reader 2007) ist eine Frau, die dem Buch gegenüber souverän ist, und ist zweitens die englische Königin Elisabeth kurz vor ihrem 80. Geburtstag. Es ist ein Buch von den Freuden und der Macht des Lesens, welche Elisabeth zufällig im hohen Alter entdeckt, wobei ihr ein Küchenboy Hilfestellung leistet: Die Königin verändert sich, sieht ihre Pflichten und ihre Umgebung in einem neuen Licht, wird immer kompetenter in Fragen der (v.a. englischen) Literatur, beginnt zu reflektieren und sich Notizen zu machen und beschließt zum Schrecken einiger Höflinge, selber mit dem Schreiben zu beginnen: „Lesen war nicht viel mehr als Zuschauen, Schreiben jedoch war Tun, und Tun war ihre Pflicht.“ Viel Witz steckt in den Verwirrungen und Hofintrigen, welche durch die neue Leidenschaft der Queen ausgelöst werden. Die Pointe am Schluss sei hier nicht verraten – das Buch muss man einfach selber lesen, so zart, lese- und lebensbejahend ist es!

https://www.deutschlandfunkkultur.de/liebeserklaerung-ans-lesen.950.de.html?dram:article_id=136785

https://www.deutschlandfunk.de/die-lesesuechtige-queen.700.de.html?dram:article_id=83768

https://www.leser-welt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=912:die-souveraene-leserin-alan-bennett&catid=40&Itemid=134

https://www.literaturzeitschrift.de/book-review/review390/

http://www.lesemond.de/titel/bennett-leserin.html