Autobiografie de la Motte Fouqués – gelesen

Lebensgeschichte des Baron Friedrich de La Motte Fouqué. Aufgezeichnet durch ihn selbst. Halle 1840

Das ist ein Buch aus einer anderen Welt: Ein französischstämmiger Adeliger, dessen Vorfahren aus Frankreich um der Glaubensfreiheit willen geflohen waren, ist ein begeisterter Preuße, der Soldat werden möchte. Fouqué (1777 – 1843), zuerst ein traditioneller und später unter Jakob Böhmes Einfluss mystischer Christ, erzählt sein Leben: das Leben eines für seinen König kampfbereiten Soldaten, der Ehre und Sieg auf dem Schlachtfeld sucht; eines Feindes der Aufklärung; eines Dichters, dessen Überschwang uns fremd anmutet – im Wesentlichen bis zur Völkerschlacht von Leipzig 1813, nach der er krank aus dem Militärdienst ausschied, mit einem Orden geschmückt und zum Major befördert.

Immer wieder streut er auch Bemerkungen zu seinen Dichtungen oder einzelne Gedichte ein. So „erklang aus Fouqué‘s jubelnder Seele in dem schönen, blutig errung‘nen Töplitzer Thal“ nach der siegreichen Schlacht von Kulm:

Der Sieg schwang seine goldnen Flügel

Durch‘s Kampfesthal,

Und wie Altäre stehn die Hügel

In seinem Strahl.

 

Könnt fassen Ihr den reichen Segen

Von nah und fern?

Bist Du nicht fast davor erlegen,

Du Volk des Herrn?

 

Vor Dem durchbebt Dich heil‘ges Zittern,

Der kann und will.

Knie nieder unter Fruchtgewittern

Und bete still.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_de_la_Motte_Fouqu%C3%A9