J. Whaley: Unsere Geschichte 800 – 1806 (2018)

Joachim Whaley hatte ein großes Buch über die neuzeitliche Geschichte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation geschrieben, zu dem es eine bemerkenswerte Besprechung Wilhelm Ribhegges gibt (http://sehepunkte.de/2015/05/26228.html). Auf dieser Basis stehen dann die 150 Seiten von „Unsere Geschichte. 800 – 1806“ (2018), wo also 15 Seiten für die Darstellung von 100 Jahre Geschichte reichen müssen – das kann kaum gutgehen. Am besten und instruktivsten ist die allgemeine Charakterisierung des Reiches als eine Konföderation, die dem Recht und der Freiheit verpflichtet war und in der sich die deutsche Sprache und deutsche Identität ausbildeten; dieses Reich wird von Whaley positiv bewertet, es habe sich auch nach seinem Ende 1806 nicht in Nichts aufgelöst. Was Whaley zu den einzelnen Kaisern und ihren Kämpfen mit den Fürsten, dem Papst und ausländischen Feinden schreibt, vergisst man schnell wieder: Es sind einfach zu viele Namen, die in kurzer Zeit auf einen niederprasseln.

Im Artikel „Heiliges Römisches Reich“ der Wikipedia findet man eine gute Übersicht über das Reich und seine Ausgestaltung: https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich (Kurzfassung: https://www.deutsche-staedte.de/heiliges-roemisches-reich/)

https://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/reich/unterpunkte/nation.htm (knapp und präzise: Uni Münster)

https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/laender/heiliges-roemisches-reich-deutscher-nation/ (dito: Uni Oldenburg)

https://www.geschichte-abitur.de/mittelalter/heiliges-roemisches-reich (knapp)