K. Grahame: Der Wind in den Weiden – eine Leseempfehlung

Der Wind in den Weiden“ (1908) wird normalerweise als Kinderbuch verkauft – in Wahrheit ist es ein zauberhaftes Buch vom Geheimnis des Lebens und von der Freundschaft: Zuerst freunden sich der Maulwurf und die Wasserratte an; dann besuchen sie im wilden Wald den Dachs, der sich ihrer in der Kälte des Winters annimmt; schließlich machen sie sich auf, um den Kröterich zu einer vernünftigen Lebensweise zu bewegen. Kröterich ist nämlich ein leichtsinniger, flotter Angeber, ein Lebemann, der sich seit neuestem ins Autofahren verliebt hat…

Die Tiere sind sehr menschlich gezeichnet, tragen auch Kleider und rauchen nach dem Essen eine Zigarre. Anderseits sind sie der Natur ganz nah und offenbaren deren Zauber. Und vor allem halten sie in unverbrüchlicher Freundschaft zum Kröterich, der immer wieder zur Einsicht gebracht und immer wieder rückfällig wird. Die vier Freunde erobern schließlich die Villa Kröterichs zurück, die sich die Wiesel und Hermeline während des Gefängnisaufenthalts ihres Besitzers unter den Nagel gerissen hatten.

Aus aller Beschränktheit der einzelnen Figuren spricht die Weisheit des Autors Kenneth Grahame, alle Dummheiten des Kröterichs werden von der wahren Freundschaft der anderen Tiere egalisiert. Ein Buch, das auch Erwachsene erfreut und im Herzen berührt: wie der Maulwurf die Welt der Wasserratte entdeckt, welche Abenteuer Kröterich mit den Menschen erlebt, wie Tiere menschlich sein können. Wer es nicht kennt, sollte es unbedingt lesen; und wer es kennt, kann es getrost zweimal lesen, wie ich es zuerst 2004 und gestern und heute wieder getan habe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wind_in_den_Weiden

http://lebendom.com/article/der-wind-in-den-weiden

http://pockettorch.net/book/der-wind-in-den-weiden/

http://bibleandbookcenter.com/read/der-wind-in-den-weiden/

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Kenneth Grahame: Der Wind in den Weiden – Besprechung

 

Nachdem ich den kleinen Bären vorgestellt habe, kann ich gleich Kröterich nachschieben; das ist der Held (oder was man in Büchern so nennt) des zauberhaften Buches von K. Grahame, das bereits 1908 in England erschienen ist und das ich leider erst vor einigen Jahren kennengelernt habe. Der Erzähler besitzt den gleichen Humor wie im Buch vom kleinen Bären – beeindruckt hat mich, wie die Freunde des angeberischen Kröterichs zu ihm halten und seine Schwächen ertragen (dezent!) und seine Fehler kompensieren.
Meine ausführlichere Besprechung (vor allem des 1. Kapitels – man kann das Buch überhaupt nicht kurz besprechen!) ist mit 20six.norberto42 untergegangen; doch das Loblied auf Kenneth Grahames Buch soll nicht verstummen. Und noch eines: Für Kinder ist das Buch fast zu schade, nur als Erwachsener weiß man es zu schätzen (stimmt das? Mensch, es ist schon so lange her, dass ich Kind war!). Also, der langen Rede kurzer Sinn: unbedingt lesenswert! – Bei dtv ist eine Taschenbuchausgabe greifbar.

Im März 2009 habe ich das Buch noch einmal gelesen: Ich bleibe bei meinem Lob und der Empfehlung, es zu lesen!