A. Döblin: November 1918, Bd. 4: Karl und Rosa – Eindrücke

Alfred Döblin hat 1937-1943 seinen Roman über die deutsche Revolution 1918/19 geschrieben: „November 1918“, der 1949/50 erstmals ganz veröffentlicht wurde. Der vierte Band heißt „Karl und Rosa“; ich beziehe mich auf die Ausgabe dtv 1389 (München 1978). Ein Teil der Ereignisse ist von „Bonaventura“ nacherzählt worden: http://www.vigilie.de/2009/alfred-doblin-november-1918-4/ Mit rund 650 Seiten ist der vierte Band der umfangreichste des ganzen Epos; ich kann nur grob eine Übersicht über das erzählte Geschehen geben (Fortsetzung von https://norberto42.wordpress.com/2016/07/11/a-doeblin-november-1918-bd-3-heimkehr-der-fronttruppen-eindruecke/).

Da ist einmal der politische Themenkreis:

  • Ebert als Mensch, negativ gezeichnet, und sein Verhältnis zu den Militärs, die ihn als Werkzeug sehen;
  • Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die zunächst im Gefängnis sitzen, dann freigelassen werden und im Moment der revolutionären Erhebung (6. Januar 1919) versagen;
  • Noske und das Militär – Noske wird einfach als „brauchbar“ charakterisiert, er nimmt es auf sich, Militär zu organisieren und die Revolution niederzuschlagen;
  • Der 6. Januar als der Tag, an dem die Revolution möglich ist und an dem Spartakus versagt, weil Liebknecht ein Zauderer ist und Rosa Luxemburg an den Primat der sozialen, nicht der politischen Revolution glaubt.

Mit dem Politischen vermischen sich private Schicksale:

  • Rosa Luxemburg hängt an ihrem toten Freund Hannes, der ihr als Geist erscheint, ihren Körper benutzt und sich schließlich verflüchtigt, weil er seine Fehler bereut – als schließlich auch noch Satan ihr erscheint, wird die Serie der Geistererscheinungen und -existenzen etwas unübersichtlich.
  • Die Hauptfigur ist Becker, der in der Schule seinen Dienst antritt und in der Besprechung der „Antigone“ die Absolutheit des Staates bestreitet, was ihm seine konservativen Schüler und deren Eltern übelnehmen. Als er sich dann noch für seinen homophilen Direktor und den von ihm geliebten Schüler einsetzt, wird seine Situation in der Schule unhaltbar. Über den Schüler Heinz wird er schließlich in die Kämpfe um das Polizeipräsidium am 12. Januar hineingezogen; aus menschlicher Solidarität kämpft er auf Seiten der Spartakisten mit, wird verwundet und gefangen genommen. Die von Maus erwirkte Freilassung lehnt er ab; Hildegard befreit ihn als „Krankenschwester“ in einem Coup. Nach drei Jahren im Gefängnis fasst er nirgendwo richtig Fuß. Auch als Erzieher sieht er keine Möglichkeiten: „Was will man denn, was wollen die Eltern, das Volk, der Staat? Aufbau, Wohlstand, friedliche Verhältnisse, wie vor dem Krieg, und die Kinder und die Schüler sollen wir darauf ausrichten, das heißt, wir sollen sie betrügen und bewußtlos machen. Mag sich dazu hergeben, wer will. Es läßt sich auch nicht durchführen. Der Krieg läßt sich nicht übersehen. Er ist noch da.“ (S. 629): Er ist noch da, weil die Revolution gescheitert ist und die alten Machthaber noch/wieder oben sitzen. Er verkommt schließlich, nachdem er über drei „Fallstricke“ gestolpert ist – dieser Schluss erscheint mir nicht recht gelungen, „das Weib“ als Fallstrick passt nicht zu ihm. Er ringt um seine geistlich-christliche Existenz; er zieht als Tramp durchs Land. Satan und auch Tauler erscheinen, der Engel Antoniel geleitet ihn vermutlich doch zum Himmel. Seine Leiche wird ca. 1929 in Hamburg in den Hafen geworfen.
  • Maus ist zunächst noch als Offizier aktiv, heiratet Hilde, bekommt ein Kind und beginnt ein Studium in Karlsruhe. Er begegnet mehrfach Becker in verschiedenen Situationen.

Rein privat wird das Verhältnis von Stauffer und Lucie geklärt: Sie werden menschlich, kommen aus dem siebten Himmel auf der Erde an, haben ihre Schwächen und Macken und arrangieren sich in Liebe; auch werden verschiedene „Gerüchte“ über sie erzählt, so dass am Ende nicht ganz klar ist, was nun wirklich aus ihnen geworden ist.

Aus Rosas Sicht wird erklärt, was ein Geist wie Hannes ist: „Ein Tier bleibt Tier, eine Pflanze Pflanze. Aber ein Geist wechselt Form und Gestalt, nach dem, was ihn treibt und beschäftigt, und da ist ja kein Unterschied zwischeninnen und außen.“ (S. 89)

Ironisch-bildhaft wird Friedrich Ebert als der große Verhinderer charakterisiert: „Wilhelm der Zweite konnte nach Holland fahren, die anderen Fürsten konnten sich im Land verstecken. Es blieben Generale und Behörden. Wie wucherten fröhlich weiter als Ableger des alten Baumes. Es bliebt auch der Boden, das arbeitsame Volk, das gern gehorchte. / Und dann war da Friedrich Ebert. / Friedrich Ebert ließ sein Antlitz über dem herrenlosen Land leuchten. Ihm lag daran, hier nicht zu stören. Ihm lag daran, zu verhindern, daß etwas geschah, und was geschehen war, ungeschehen zu machen.“ (S. 107) Ähnlich ironisch werden die blauäugigen revolutionären Matrosen beschrieben (im Kapitel „Massenverhör im Finanzministerium“), später noch einmal Ebert („Ebert brütet Rache“).

Eindrucksvoll kommentiert der Erzähler, wie einen die Zeit verändert, hier am Beispiel Becker: „Welche Hinterlist steckt in der Zeit! (…) Sie verschiebt, verändert und verwirrt die Menschenherzen, und nicht nur die Menschenherzen, sondern alles bis in die Eingeweide und Knochen hinein. Sie gibt dir keine Möglichkeit zu sagen: ‚Das bin ich, und nun bin ich es, und zwar bin ich Herr X oder Frau Y.’“ Sie folgt einem wie ein Kriminalbeamter, wie ein Schatten, dem man schließlich alles gesteht, „was er will – und er hat Sie.“ (S. 180/82)

Der Versuch, den Polizeipräsidenten Eichhorn zu entlassen, wird surreal erzählt („Die Affäre Eichhorn“): „Die Zentralräte hatten sich mit dicken Mappen bewaffnet, aus denen sie, wie aus einer Pandorabüchse, lauter Übel und Kränkungen für Eichhorn hervorholten, für den Gast, der dazu extra vom Alexanderplatz hergefahren war. Jeder griff in die Taschen, zauberte ein neues Übel hervor. Sie waren mehr als Zentralräte: Zentralmagier.“ (S. 266 – so geht es durch das ganze Kapitel!) Surreal und sehr schön wird im Kapitel „Mitternacht in der Siegesallee“ erzählt, wie die Hohenzollern von den Sockeln herabsteigen und die Toten des Krieges sich auf die Hohenzollern stürzen, bis um Punkt 1.00 Uhr die Victoria dem Spuk ein Ende macht.

Die Sympathie des Erzählers für die Revolution wird an vielen Stellen deutlich (z.B. in „Die Revolution marschiert“): Der Revolutionssauschuss war „die erste Regierung einer deutschen Republik, eine Regierung gegen Generale, Junker und Schlotbarone und gegen den kommenden Krieg“ (S. 326 – hier merkt man, dass Döblin aus der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs heraus seinen Roman vollendet hat). Sarkastisch wird im Kapitel „Die Regierung, von keinem Terror gehindert“ deutlich gemacht, wie das Volk über die Morde an Luxemburg und Liebknecht belogen wird. (S. 599 ff.)

Ich kann nicht beurteilen, ob die Charaktere der historischen Figuren des Buches richtig gezeichnet werden und wie weit die erzählten revolutionären Ereignisse einer historischen Überprüfung standhalten. Als Manko meinerseits empfinde ich, dass ich Berlin nicht gut kenne – man müsste bei der Lektüre des vierten Bandes die Erzählung fortlaufend mit dem Blick in einen Stadtplan verfolgen.

Neben den verschiedenen Geistern tauchen viele Bibelzitate auf, mit denen vor allem Becker sich auseinandersetzt. Der geistliche Weg Beckers ist so komplex, dass man ihn in einer zweiten Lektüre eigens überprüfen müsste; man müsste zu Beginn der Lektüre bereits wissen, dass er die Hauptperson ist, dann könnte man genauer auf ihn achten; denn in der Fülle der erwähnten Figuren gehen einzelne von ihnen leicht unter.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/das-leben-radikal-anders-denken-1731194.html (Rezension des Romans, 2008)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40607341.html (Rezension Hans Mayers, 1978)

http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8579:karl-und-rosa-bonn&catid=38:die-nachtkritik&Itemid=40 (der 4. Band als Theaterstück)

Über Alfred Döblin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_D%C3%B6blin

https://www.deutsche-biographie.de/sfz11475.html („Bis zur Konversion zum Katholizismus und seinem letzten großen Roman „Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende“ (1957) spannt sich ein Bogen stilistischer und sprachlicher Experimente, mit dem Ziel, durch die Dichtung eine neue ethische und metaphysische Ordnung zu gewinnen.“)

http://www.ursulahomann.de/EinAutorIstNeuZuEntdeckenAlfredDoeblin/kap001.html

http://www.judentum-projekt.de/persoenlichkeiten/liter/doeblin/index.html

http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/d/alfred_doeblin.htm (Döblin-Biografie; vgl. zur Position des Sohnes Stephan http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/alfred-doeblins-sohn-stephan-der-traurige-nachzuegler-des-beruehmten-vaters-1908335-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2)

http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16241 (dito, mit Antwort: http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16280 und Interview: http://www.buchjournal.de/477332/)

http://www.alfred-doeblin.de/ (Alfred-Döblin-Gesellschaft)

A. Döblin: November 1918, Bd. 3: Heimkehr der Fronttruppen -Eindrücke

Alfred Döblin hat 1937-1943 seinen Roman über die deutsche Revolution 1918/19 geschrieben: „November 1918“, der 1949 erstmals ganz veröffentlicht wurde. Der dritte Band heißt „Heimkehr der Fronttruppen“; ich beziehe mich auf die Ausgabe dtv 1389 (München 1978). Ein Teil der Ereignisse ist von „Bonaventura“ nacherzählt worden: http://www.vigilie.de/2009/alfred-dblin-november-1918-3/.

Da gibt es einmal die großen politischen Themen:

  1. Die unsichere Lage in Deutschland, wo die Regierung Ebert zwischen den linken (Radek, Liebknecht, einzelne Anhänger wie die Imkers) und den rechten Revolutionären (die schwankenden Generäle, die noch am Kaiser und den Vorrechten des Adels hängen) steht; erzählt wird, wie Liebknecht zögert, die Revolution zu beginnen, weswegen der drängende Russe Radek ihn verspottet, und wie Generäle in Münster und Berlin Freikorps bilden (wollen), während die heimkehrende Armee nicht weiß, was sie soll, und weithin zerfällt. – In diesem Zusammenhang zeigt sich nicht nur der Antisemitismus, sondern sehr deutlich auch das Aufkommen der Dolchstoßlegende (S. 381 u.ö.).
  2. Motz ist es, der Radek über die deutschen Revolutionäre aufklärt: „Bei uns gibt es keine Revolution, höchstens eine Gegenrevolution, und auch die nur als polizeiliche Maßnahme zur Wiederherstellung der Ordnung.“ (S. 270) Eine Revolution müsse in Deutschland „einen philosophischen, ja theologischen Kern haben“ (S. 271). „Stilleben ist die deutsche Daseinsform.“ (S. 272) Motz’ zynische Analyse hat etwas Wahres. Das zeigt auch der Bericht von einer Tagung der „Geistigen“ (S. 120 ff.), die wieder eine geistige Revolution durchführen wollen. Deren Spinnerei wird von einem jungen Reporter entlarvt: „Es gibt keine Geistigen. Denn es gibt keinen besonderen Geist. Es gibt Schriftsteller, Journalisten, Maler, Musiker, Bildhauer. Und diese Menschen haben Vorstellungen und Interessen wie jeder andere. Und ihre Vorstellungen und Interessen entstammen, wie bei jedem anderen Menschen, aus ihrer Schicht und Klasse.“ (S. 127)
  3. Eine zentrale Figur des 3. Buches ist der amerikanische Präsident Woodrow Wilson: seine Pläne (14 Punkte), sein Wirken in Europa: der Kampf um einen gerechten Friedensvertrag, gegen die starrsinnigen Politiker der Siegermächte, sein Scheitern und sein Tod (1924). Hier geht der Roman, der sich mit den Berliner Ereignissen bis zum 14. Dezember 1918 befasst, mit dem Erzählstrang Wilson – Versailler Vertrag – deutsche Nationalversammlung (kurz) – Gründung des Völkerbundes deutlich über den durch die Berliner Ereignisse gesteckten Zeitrahmen hinaus. Der Erzähler sympathisiert mit Wilson; das sieht man zum Beispiel daran, wie er Karikaturen Wilsons als amerikanischen Don Quijote beurteilt: „So sieht immer der Gottverlassene den Besseren, den er nicht erträgt.“ (S. 472)
  4. Eine Hauptfigur des 3. Bandes ist der verwundete Leutnant Becker, dem die Krankenschwester Hilde nach Berlin folgt. Becker ist exemplarisch der Deutsche, der sich seiner Verantwortung stellt, im Krieg gekämpft und getötet zu haben. Er macht eine Krise durch, in der es um das Selbst-Sein und die Selbsterkenntnis geht, wobei ihm die gläubige Schwester Hildegard zur Seite steht. Er findet zum christlichen Glauben (zurück): „Nun – kann ich mein Ich ansehen, ohne zu erschauern und zu verzweifeln.“ (S. 290) Die Selbsterkenntnis ist auch die Erfüllung der griechischen Philosophie (Sokrates), an der er verzweifelt ist, die jedoch im christlichen Glauben, d.h. im menschgewordenen Gott ihre Wahrheit findet. Eine Gegenfigur Beckers ist sein alter Freund Maus, der sich zuerst den Revolutionären und dann den Freikorps anschließen will und der Becker verachtet. Der Kampf Beckers um sein wahres Ich wird in Motiven des Faustdramas erzählt (Löwe, Ratte und Brasilianer als Gestalten des Gegenspielers), was mir teilweise etwas kitschig-gesucht vorkam. Auch hat Becker wieder Visionen, wo er mit Tauler spricht. Wieso Johannes Tauler? „Mit Eckhard teilte Tauler die Auffassung, dass es in der menschlichen Seele einen innersten Kern gibt, der eine besondere Nähe zu Gott hat, beinahe selbst schon göttlich ist; Tauler nannte ihn den Grund. Dieses tiefste Seelenzentrum strebt zu einer Vereinigung mit Gott, der Unio mystica, welche schon im diesseitigen Leben möglich ist. Der spirituelle Weg, den ein Mensch gehen muss, um diese Vereinigung zu erleben, ist das wichtigste Thema der Predigten Taulers. Der Gottsucher kann dieses Ziel erreichen auf dem Weg der inneren Abkehr von allem Weltlichen. So kann die menschliche Seele leer werden, so dass sie von Gottes Gegenwart ganz erfüllt wird.“ (https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Johannes_Tauler.htm) Außerdem stammte Tauler aus Straßburg, der wichtigsten Stadt des in Bd. 1 erzählten Geschehens; vor allem jedoch hatte die Taulerlektüre Döblins in den späten 30er Jahren den Autor tief beeindruckt. – Die Liebesgeschichte tritt hinter der Erzählung von Beckers Umkehr völlig zurück.

Thematisch mit Beckers Selbsterkenntnis ist die Geschichte des Dramatikers Stauffer verwandt, der ebenfalls durch eine Selbsterkenntnis im Spiegelbild zu sich kommt und den Mut findet, sich der neuen Liebe Lucie zu stellen (S. 159 f.). Diese rührende Geschichte von der alten Liebe Lucies, welche 20 Jahre auf Stauffer gewartet hat, und ihrer Begegnung mit Stauffer im Schloss ihrer Freundin im Tessin hat gar nichts mit dem Krieg zu tun; sie könnte in einem Roman über die Revolution 1918/19 fehlen, sie lockert als Geschichte einer gelingenden Annäherung und der Versöhnung mit Stauffers Tochter und Ex-Frau den politischen Stoff auf.

Es gibt natürlich weitere Figuren und Themen, die man nennen könnte (etwa den verbohrten Militärpfarrer mit seiner Theorie vom göttlichen Auftrag des Staates usw.), aber die genannten Figuren haben mich am meisten beeindruckt, was natürlich sowohl etwas über das Buch wie über mich besagt.

Fortsetzung: https://norberto42.wordpress.com/2016/07/24/a-doeblin-november-1918-bd-4-karl-und-rosa-eindruecke/

A. Döblin: November 1918, Bd. 2: Verratenes Volk – Eindrücke

Alfred Döblin hat 1937-1943 seinen Roman über die deutsche Revolution 1918/19 geschrieben: „November 1918“. Der zweite Band, „Verratenes Volk“, enthält die Ereignisse vom 22. November bis zum 7. Dezember 1918; der Blick des Erzählers richtet sich jetzt wesentlich auf die Situation in Berlin (Regierung Ebert; Not der Menschen; Liebknecht und der Spartakusbund; verschiedene Offiziers- und Soldatengruppen; einzelne Figuren, die wir teils aus Band 1 kennen, teils neu auftauchen: Soldaten, Schieber, Angehörige…), aber auch auf Kassel, wo die Heeresleitung sitzt (Hindenburg, Groener, von Schleicher), gelegentlich noch auf Straßburg und Paris, auch auf Köln und Münster: Es ist ein großes Potpourri von Aktionen und Gesprächen zwischen dem Sturm auf das Polizeipräsidium am 22.11. und einer Demonstration am 6.12., wobei Gardefüsiliere auf Demonstranten schießen. Ebert ist der einzige, der als Verhandlungspartner für die Siegermächte in Frage kommt; rechts von ihm planen Generäle und Offiziere einen Putsch, links von ihm zögert Liebknecht damit, die Revolution zu entfachen. – Ein Teil der Ereignisse ist von „Bonaventura“ nacherzählt worden: http://www.vigilie.de/2009/alfred-dblin-november-1918-2/.

Um einen Eindruck von Bd. 2 zu vermitteln, zitiere ich einige Kapitelüberschriften mit ihren Untertiteln:

STURM AUF DAS POLIZEIPRÄSIDIUM

Ein junger Mensch kehrt aus dem Krieg zurück, gewinnt dem Leben in Berlin keinen Reiz ab und trifft andere, denen es ebenso geht. Einige Aufgeregte Leute stürmen das Polizeipräsidium und können danach besser schlafen. Es ist der 22. November 1918.

DIE BEHÖRDEN

Die Behörden haben in dieser Zeit in Berlin nichts zu lachen. Aber sie ziehen sich mit Geschick aus der Affäre. Ein kleiner Mann hat sich an die Macht geschlichen und betrügt seine Umgebung. Es ist der 23. November 1918.

VON LIEBE MIT ODER OHNE GEGENLIEBE

Wir wechseln das Szenarium. Einige Personen, um nicht zu sagen: Helden unseres Berichts lassen uns an das Elsaß denken. Hier geht es ruhiger zu. Zahlreiche Hunde fühlen sich verlassen und möchten neu eingestellt sein. Ein Justizrat führt seinen Heldensohn herum, die Liebe redet ein ernstes Wort. Es dürfte um den 23. herum sein.

Von diesen Kapiteln gibt es 29 Stück in Band 2.

Erzähltechnisch sind folgende Stellen interessant:

  1. Im Kapitel „Übergang zu größerer Heiterkeit“ gibt es einen „Vorspruch“: „Der Schreiber dieser Zeilen ist betrübt, seine Leser trotz aller phantastischen Möglichkeiten dauernd zur Verfolgung der Ereignisse und der Schicksale der Personen durch trübes Wetter, Regen jagen zu müssen und sie nur gelegentlich in strengen Frost oder fröhliches Schneetreiben führen zu können. Es ist nicht seine Schuld. Ihm wäre es lieber, herüber in eine warme Adrialandschaft zu wechseln (…)“. (S. 132 in der alten Taschenbuchausgabe dtv 1389 von 1978) Auch im Kapitel „Ovationen für Friedrich Ebert“ gibt es einen ähnlichen Kommentar des Erzählers, in dem er sich rechtfertigt, dass plötzlich die Unteroffiziere agieren (S. 385); außerdem sind die Bedenken des Verfassers (S. 305 f.) zu nennen (im Kapitel „In der Apotheke und im Filmatelier“): „Eine große Zahl von Formen und Farben liegt schlafend in jedem Menschen, um im gegebenen Augenblick zu erwachen. / Manche Menschen lernen sich nur auf ein oder zwei Weisen, in ein zwei Formen kennen. Sie verfluchen sich in ihrer gnadenlosen Dummheit dazu, nur ein einziger Mensch zu sein. (…) Es ist gleich, ob wir, um uns zu vergewissern, den Menschenspiegel einer großen oder einer kleinen Stadt benutzen.“
  2. Die Rede Liebknechts im Kapitel „Die Stimme Liebknechts über Berlin“ (S. 180 ff.) wird nicht nur von Kommentaren der Zuhörer, sondern auch von einigen Kommentaren des Erzählers unterbrochen. Ich zitiere den ersten: „… Die welthistorische Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit hat begonnen. (Wie oft hat man das gehört, es war schon ein Leierkastenlied. Aber die Männer unten sahen einen aufgerissenen Mund, einen Kopf nach rückwärts gebogen, blitzende Brillengläser gegen den weißen Plafond gerichtet, eine kleine menschliche Figur in Schwarz gekleidet. Zusammengerissen schleuderte sie die Sätze heraus wie von einem Bogen. Sie schossen wie aus einem Rohr unter Überdruck. Und man begriff, als sie wie Teile von ihm durch die Luft spritzten: Es stand nicht nur zur Erörterung die Frage bürgerliche oder proletarische Revolution, sondern man sollte sich auch entscheiden, ob man mit ihm gehen, mit ihm sprühen wollte oder nicht. Nun ließ sich die Stimme wieder in den Saal herunter.)“
  3. Im gleichen Kapitel gibt es einen „Monolog der Spree“ (S. 205)
  4. Gelegentlich spricht der Erzähler im Plural majestatis, z.B. im Kapitel „Jeder Macht, was er will“: „Bei Tag ist alles nicht so geheimnisvoll, und wenn wir in der Nacht eine gewisse Scheu empfunden haben, in ihre Gespräche einzudringen, so sind wir jetzt davon frei.“ (S. 227 f.)
  5. Im Kapitel „Reise ohne Ergebnis“ gibt es eine große Reflexion des „Verfassers“ über sein Buch und die Revolution (S. 242-244): „Der Verfasser geht mit sich zu Rate Überblicken wir an diesem Punkt die Ereignisse, die verflossen sind und uns unabwendbar überströmen, und bedenken wir, von einer erklärlichen plötzlichen Müdigkeit überfallen unter dem unaufhaltsamen Ansturm der Begebenheiten (und es sind erst zwanzig Tage der Revolution vorbei), was nun kommen wird, so ist uns schon einiges klar: Mit der Revolution wird es auf diese Weise nicht vorwärtsgehen. Es wird mit ihr wahrscheinlich rückwärtsgehen. […]“
  6. Nicht nur dass Tauler wieder Becker erscheint (und spätere Erscheinungen erwarten lässt), ist zu vermelden; am Ende des Kapitels „Der 6. Dezember“ – das Datum, an dem die ersten bei einer Demonstration erschossen werden – tauchen am Schluss das Blut, die Seelen und die Schatten in Berlin handelnd auf (S. 402 f.)

Der alte Wylinski, Typus eines Kriegsgewinnlers (im Kapitel „Von Wanzen und ihrer Lebensweise“), trägt einige bemerkenswerte Einsichten vor: „Wir sind überall, in der Ehe und außer der Ehe, mit Geld beteiligt. Geld spielt bei allen Liebesbeziehungen irgendeine Rolle, mit Ausnahme bei der Backfischliebe – (…) Man steht sich, auch im unbekleideten Zustand, gesellschaftlich gegenüber. (…) Sparsamkeit ist der Todfeind der Liebe. Die Frauen hassen mit Recht sparsame Leute. Sparsamkeit ist der Tod jedes echten menschlichen Zusammenlebens.“ (S. 279 f.)

Bemerkenswert sind ebenfalls Beckers Reflexionen über die Juden (S. 364 ff., im Kapitel „Blick in einen dunklen Spiegel“), auf die ich hier nur hinweisen möchte; man müsste sie ganz im Zusammenhang lesen.

Interessant – und vielleicht aus Döblins historischem Abstand erklärbar – ist der Hinweis Barrès’ auf einen Artikel des Engländers Sir Maurice (im Kapitel „Paris, Ängste und Sünden“), die deutsche Armee sei nicht besiegt, sondern zusammengebrochen und könne wieder auferstehen – und die Deutschen glaubten fest, dass sie unbesiegt seien (S. 376 f.). Beachtung verdient auch der kurze Abriss: Hindenburgs Geschichte wird zum Mythos („Träger der Ordnung“, S. 342/44).

Ursprünglich waren Bd. 2 und Bd. 3 ein einziger Band. Döblin selber hat in ihm vier Schichten unterschieden: 1. die politische und revolutionäre Bewegung nach dem Kollaps, Ebert-Scheidemann gegen Liebknecht-Luxemburg; 2. die persönliche Schicht Rosas – imaginär, eine Geistergeschichte; 3. der Roman Friedrich Beckers, seines Freundes Maus und Hildas, der ebenfalls das Geisterreich berührt und sich zu einem religiösen Streit entwickelt; 4. die burlesken Affären des Autors Stauffer – Link und Idealismus – stehen in Gegenbewegung zu den Themen von Becker.

A. Döblin: November 1918, Band 1: Bürger und Soldaten – Eindrücke

Alfred Döblin hat 1937-1943 seinen Roman über die deutsche Revolution 1918/19 geschrieben: „November 1918“. Der erste Band , „Bürger und Soldaten 1918“, ist 1939 erschienen. In ihm wird im Wesentlichen in vielen Episoden erzählt, wie der Erste Weltkrieg in Straßburg endet (vom 10. – 24. November); diesen ersten Band habe ich bisher gelesen; man kann den Inhalt nur grob umschreiben: wie die Elsässer sich auf die neue Situation einstellen; wie Verwundete und Ärzte das Kriegsende erleben; wie revolutionäre Matrosen aus Wilhelmshaven die Revolution ins Elsass bringen wollen; wie die deutschen Truppen sich zurückziehen und nach Deutschland durchreisen; wie Bauern und Schieber an der Not der Menschen verdienen; wie Frauen von ihren Männern getrennt werden; wie die französischen Truppen als Befreier begrüßt werden…

Ich möchte auf einige bemerkenswerte Stellen im Band 1 („Bürger und Soldaten“) hinweisen, damit man davon einen ersten Eindruck gewinnt:

  1. Im Kapitel „Mittwoch, der dreizehnte“ sprechen die verwundeten deutschen Soldaten Becker und Maus über Schwester Hildegard miteinander: „Sie hat auch ihren Knacks.“ – „Wie wir alle.“ – „Wegen Richard. Und, nun ja, wegen Deutschland. Alles umsonst. Alles hin. Der ist tot, ich hab’ meine Schulter, du dein Kreuz, und was hier herumliegt und herumkriecht.“ – „Und was in der Erde liegt.“ – „Ja, Becker, alles umsonst. Es ist schon wahr. Ist das zu denken?“ (S. 107)

Hier wird für mich eine Enttäuschung sichtbar, in der sich die Menschen (die Deutschen) nicht mit der Sinnlosigkeit des Umsonst, der ganzen Opfer abfinden können.

  1. Im gleichen Kapitel finden wir eine erzähltechnische Besonderheit: Der Erzähler wendet sich als „der Dichter“ in Ich-Form an eine Frau namens Hanna: „Warum so nervös, liebes Kind? Warum sich das Leben so schwer machen. Sie haben zuviel Phantasie. Und andererseits haben Sie zuwenig Phantasie, sonst wüßten Sie zum Beispiel: Sie werden bald aufstehen, sich verzweifelt in der Wohnung umsehen, ob nicht jemand da ist, der Ihnen helfen kann, mit dem Sie sprechen könennen, vor dem Sie etwa weinen können. (…) Aber da ist noch etwas, woran Sie nicht zu rühren wagen. Soll ich es verraten? Sie haben es in Ihrem letzten Brief, der nach auf dem Tisch liegt, erwähnt, aber nicht klar gesagt. Die beiden Särge mit den erschossenen Soldaten sind an Ihrem Haus vorbeigefahren! Wer hat sie erschossen, wer war der Mörder? ‚Mörder’, sprechen wir es aus. Eine Weile tun Sie so, als ob es Sie nichts angeht, dann faßt es Sie an. Sie wissen nicht warum und was es ist. Zwei Menschen gemordet von ihm, von Hans. (…)“ (S. 114-116)

Das ist die einzige Stelle im ganzen Band „Bürger und Soldaten“, wo der Erzähler als Figur auftritt; dabei ist nicht klar, ob Hanna ihn hören kann – vermutlich kann sie ihn nicht hören, er spricht sie sozusagen kommentierend an und erzählt ihr auch von anderen, „nur durch meinen Hauch mit Ihnen zusammengebrachten, matten und wieder aufgeweckten“ Frau, der Operationsschwester Hilde (S. 116, bis S. 117). Eine bemerkenswerte Passage.

  1. Im Kapitel „Zu Boden“ wird u.a. erzählt, dass das englische Unterhaus in die Parlamentskirche zieht, um Gott für die Befreiung aus großer Gefahr zu danken. Im Gesang hören sie dann Gott sprechen: „Ich habe mich nicht gezeigt, so lange ihr Krieg führtet. Ich habe mit Tobsüchtigen und Verbissenen nichts zu tun. Daß die Menschen von mir abgefallen sind, weiß ich schon lange. (…) Euer Geschrei und Glockenläuten macht auf mich nicht den mindesten Eindruck. Aber weil ihr Dankbarkeit fühlt, höre ich euch an. Ihr fühlt, wie wohl dies tut. Ich traue euch nicht. Ich traue euch nicht.“ (S. 208)

Hier hat der auktoriale Erzähler den Mut, Gott selbst sprechen und zum Krieg Stellung nehmen zu lassen.

  1. Im Kapitel „Teure Heimat, sei gegrüßt“ trifft der verwundete Becker in Berlin bei seiner Mutter ein. Im Gespräch kommt seine Enttäuschung über die Flucht des Kaisers und das Verschwinden der Fürsten zum Ausdruck: „Wie konnte das vernichtet werden und verschwinden, Mutter, wie ein Staub, den man wegbläst, das, was Millionen von uns in den Krieg geschickt hat und opferte und tötete jung und alt, und das verschwindet wie ein Gespenst beim Hahnenkrähn, das Reich, das deutsche Reich, der Rahmen unseres Daseins. (…) Welche Entlarvung, Mutter. (…) Welche Schamlosigkeit, und sie waren unser Halt, der Rahmen unsres Daseins.“ (S. 242 f.)

Diese Stelle drückt die gleiche Enttäuschung wie die oben als erste genannte aus.

  1. Eindrucksvoll ist die Beschreibung der Großstadt Berlin im Kapitel „Schmeißfliegen und Leichenfledderer“: Es ist eine gewaltige Stadt. „Fabriken und Werkstätten, Kaufläden, Magazine, Schlachthöfe, Molkereien hatten sich hier entwickelt. Gasleitungen, Lichtdrähte waren gezogen, Wasserleitungen, Kanalisation verbanden die Häuser. Unaufhörlich fuhren Untergrundbahn, Elektrische, Autobusse in der Stadt hin und her, Telefonleitungen spannten sich zwischen Menschen entfernter Stadtteile, sie konnten sich von ihren Zimmern aus unterhalten.“ (S. 258) Im Fortgang dieser Analyse wird die Bedeutung der Arbeit für die Menschen herausgestellt, ihre Gier nach Arbeit. „Sie wühlten sich, um sich aufzupeitschen und weil sie nicht wußten, was mit ihnen war, in Zeitungsgeschrei ein, das gab ihnen Ärger, Haß und Groll, manchmal Spaß, Schadenfreude. Sie betraten Kinos und ließen sich Liebe, Schönheit und Abenteuer vormachen. Auf der Straße begegnete ihnen die Prostitution. Man setzte sich in einen Zirkus, wo sich Boxer niederschlugen.“

Insgesamt ist das eine brillante Analyse der Großstadt – und des modernen Menschen, finde ich.

  1. Im Kapitel „Die letzten Tage von Straßburg“ gibt es einen Erzählerkommentar zur Lage: „Geschlagenes Deutschland. Es wird keinem Volk ein größeres Glück zuteil, als wenn es seinem Hang nach Erhöhung nachgehen kann. Nur zu kauen und zu verdauen gefällt schon dem einzelnen nicht. Ein Volk gedeiht nicht sicher in seinen Gliedern, wenn es nicht aus sich heraus die hoheitsvollen Gestalten und Gebilde schaffen kann, an denen es wächst. / Zu einer äußersten Probe, übermütig und gedankenlos, hatte sich das deutsche Reich gestellt. Seine Menschen und Reichtümer, Jugend und Alter, Erzeugnisse der Felder und Bergwerke, Erfindungen der Laboratorien hatte es in den Kampf geworfen. Es war sicher, den Strauß zu gewinnen. Es war besiegt worden. Nun war das Land nicht gestorben, seine Mittel nicht erschöpft. Aber seine Seele hatte es, ohne es zu merken, in den Entscheidungskampf geworfen. / Dem alten Riesen, dem noch Rumpf und Glieder zuckten, war, so schien es, der Schädel eingeschlagen.“ (S. 283)
  2. im Kapitel „Kleine Tagesnachrichten, Berlin“ spottet der Erzähler über den „Rat der geistigen Arbeiter“. Ein Mitglied des Rats verliest am 20. November ein Manifest, das vom Erzähler kommentiert wird: „Es ist an der Menschheit in einer ungeheuren Weise gesündigt worden. (Unzweifelhaft!) (…) Die Gefallenen, brüderlich vereint, sind friedlich und still. (Kitsch) Auch für uns hat der Waffenkampf aufgehört, nicht aber der Kampf um Sein oder Nichtsein unseres Volkes, dieses Volkes, das einer künftigen gerechten Zeit in einer Glorie erscheinen wird. (Heil dir im Siegerkranz.) (…)“ (S. 299) Und so geht das Gelaber weiter, noch eine ganze Seite lang.
  3. Im Kapitel „Vom tiefen und gefährlichen Deutschland“ wird von Barrès und einigen Elsässern das Verhalten der deutschen Führung analysiert: Weder die Oberste Heeresleitung noch die Hohenzollern sind zu den Waffenstillstandsverhandlungen erschienen, sie schicken andere vor: „die Verantwortung abwälzen, sich den Konsequenzen entziehen. Den braven Herrn Erzberger hat man dann für später als Prügelknaben.“ (S. 349) Aus dem gleichen Grund unternehme die Armee nichts gegen die Revolutionäre (S. 350) – hier spricht der politische Beobachter Döblin mit seiner Kenntnis der 20er Jahre aus seinen Figuren.

http://www.alfreddoeblin.de/sixcms/media.php/690/Werkbeitrag_November%201918.pdf (Besprechung)

http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/november-1918-zwischen-geschichte-und-fiktion.html (zur Neuausgabe des Romans, 2008)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/das-leben-radikal-anders-denken-1731194.html (dito)

http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12507 (dito)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40607341.html (zum vollständigen Erscheinen 1978)

https://www1.wdr.de/kultur/buecher/november-karl-und-rosa-104.html (Hörspiel des WDR)

http://www.vigilie.de/2009/alfred-dblin-november-1918-1/ (zu Bd. 1)

http://www.vigilie.de/2009/alfred-doblin-november-1918-4/ (zu Band 4)

P.S. Wer den Roman lesen möchte, dem empfehle ich, auf die Figur Becker und seine Umgebung zu achten; Becker ist die Hauptfigur des ganzen Romans.